KRITIK

King Arthur

King Arthur Jerry Bruckheimers Geschichte um Arthur und seiner Tafelrunde soll hier auf historische Fakten reduziert werden (Historien-Spektakel wie Gladiator oder Troja mutierten zu echten Kassenschlagern), doch das Resultat ist in diesem Fall wenig überzeugend.
Die Dreiecksgeschichte um Arthur, Guinevere und Lancelot, die der mittelalterlichen Legende ihre dramatische Tragik verleiht, wird völlig ausgespart.
Das Thema “Ritter der Tafelrunde“ reduziert sich auf die “Glorreichen Sieben“ in Rüstung und Sandalen.
Die ganze Verfilmung der Sage macht dann auch eher den Eindruck eines ins 5. Jahrhundert transportierten Westerns als den eines Historienfilms.

Die Schauspieler meistern ihre doch sehr eindimensionalen Rollen recht gut. Vor allem Keira Knightley als „in Leder geschnürte“ kämpferische Amazone kann nicht nur den männlichen Besucher überzeugen. Mit ihrer Kriegsbemalung ähnelt ihre Rolle mehr einem „weiblichen Braveheart“ als die einer demütigen Burgfräulein, der die historische Figur Guinevere in der Artus-Sage zukommt.

Nur Til Schweiger als bösartiger Sachse will nicht richtig überzeugen.
Dass er böse dreinschauen kann, hat er schon in anderen Filmen bewiesen – aber was kann er sonst?
Nachdem er sich in “Tomb Raider 2“ schon mit Lara Croft geprügelt hatte, ist jetzt also Guinevere dran.
Herr Schweiger sollte sich vorsehen, dass er in Hollywood nicht den Beinamen “Der sich mit Mädels prügelt“ verliehen bekommt.

Es gibt in der Filmhistorie wirklich bessere Auseinandersetzungen mit dem Stoff. Zum Beispiel “Excalibur (USA 1981)“ von John Boorman, der sich der Sage von Arthur und seiner Tafelrunde als Fantasy nähert..



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Infolge des Niederganges des Römischen Reiches, einer großen Völkerwanderung und der damit verbundenen Gesetzlosigkeit um 450 n.Chr. verfallen weite Teile Europas der Anarchie. Artus (Clive Owen), genannt Arthur, ist halb Römer und halb Brite - vor allem aber Kommandant der legendären samartischen Reiter, die 15 Jahre lang mit Waffengewalt den Einfluss Roms in Britannien sicherten. Er selbst sieht sich nicht als Brite, geschweige denn als König von England, sondern als Verteidiger der hehren Prinzipien des römischen Reiches. Ein letzter Auftrag - bevor Rom die Ritter in die Freiheit zu entlassen verspricht - führt Arthur nach langem Zweifeln zu seiner wahren Bestimmung.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*