KRITIK

Kick-Ass

Kick-Ass 2010. Kalenderwoche 16. Kino im Jahr 1 nach James Camerons „Avatar“. In den USA ist „Kick-Ass“ von Matthew Vaughn derzeit die Nummer Eins. Und das ist mehrfach ungewöhnlich: Erstens hat Regisseur Vaughn die aufwendige Produktion ohne Studio-Unterstützung finanziert, zweitens ist der Film dort nicht jugendfrei – obwohl er sich an Teenies richtet. Und drittens ist „Kick-Ass“ erst Vaughns dritte Regiearbeit. Matthew Vaughn? Richtig, der Dutz-Freund und Trauzeuge von Regisseur Guy Ritchie, Produzent einiger seiner Filme und Ehemann von Deutschlands Vorzeige-Model Claudia Schiffer.

Ein brutaler Teeniestreifen also? Aber ja. Man kann schon verstehen, warum entsetzte Pädagogen Pubertierende von dieser moralbefreiten Comic-Sause lieber fernhalten wollen.

Zum Inhalt. Da ist zunächst Schulversager Dave, der sich zum Comichelden „Kick-Ass“ ernennt, im Taucheranzug auf Bösewichter losgeht, stets den Kürzeren zieht und dennoch, dem Internet sei Dank, Aufsehen erregt. So wird ein ungewöhnliches Vater-Tochter-Gespann auf ihn aufmerksam, das schon etwas mehr Erfahrung im selbst ernannten Superhelden-Metier hat: Ein Ex-Cop (grotesk wie meist: Nicolas Cage) und seine elfjährige Tochter.

Die ist natürlich Stein des Anstoßes: Sie schießt bald brutalstmöglich um sich, als hätte Guy Ritchie sein Personal durch Kinder ersetzt. Wer das aber in die gebührende Ironie des Comic-Fachs abstrahieren kann, wird sein diebisches Vergnügen haben – an einer dreist unbekümmerten, von Vaughn mit bestem Timing inszenierten Cartoon-Fantasie.



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INHALT

Dave liebt Comics. So sehr, dass sich der Teenager selbst als Superheld versucht. Als Crimefighter "Kick-Ass" stellt er sich dem Bösen und bezahlt teuer. Obwohl er verwundet, verprügelt, angefahren wird, kämpft er weiter - ohne Kräfte, nur mit Courage. Als er plötzlich populär wird, wird er von echten Helden kontaktiert. Big Daddy und seine elfjährige Tochter, die Killermaschine Hit Girl, wollen den Terror von Gangsterboss Frankie beenden. Ein Plan, der Kick-Ass zeigen wird, wie brutal und blutig die Superhelden-Realität ist.
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