KRITIK

Jurassic Park III

Jurassic Park III Nachdem Steven Spielbergs computeranimierte Dinosaurier in „Jurassic Park“ (1993) und in „The Lost World“ (1997) die Kinofans auf der ganzen Welt in Atem hielten und weltweit riesige Summen einspielten, war eine Fortsetzung der Echsen-Geschichte so gut wie vorprogrammiert. Doch der große Meister Spielberg hatte keine Lust mehr, sich zum dritten Mal der anstrengenden Doppelrolle als ausführender Produzent und Regisseur zu widmen. Er übertrug deshalb Joe Johnston, der sich bisher mit den Werken „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ und „Jumanji“ als hervorragender Regisseur für erfolgreiche Familienfilme erwiesen hatte, die Verantwortung für den dritten Teil der Saurier-Serie.

Johnston wurde ins Blockbuster-Rennen geschickt, mit der Auflage, keine großartigen Änderungen am Grundgerüst der Geschichte vorzunehmen. Der Film sollte sich nahtlos in die Serie der vorherigen Saurier-Abenteuer einfügen. So konnte Spielberg zwar den Druck von Johnstons Schultern nehmen, ihm aber auch nur einen äußerst knapp bemessenen Spielraum der künstlerischen Entfaltung einräumen. Was als eine vielversprechende Fortführung der Erfolgsformel gedacht war, entpuppt sich aber als müde Wiederkehr des Immergleichen. Zahlreiche Drehbuchautoren bastelten fast drei Jahre an einer passenden Story, die vom Tempo, Rhythmus und Spannungsbogen her den Vorstellungen des Meisters Spielberg gerecht werden sollte.

Johnston konnte lediglich einen komödiantischen Ton und einen angedeuteten Generationenkonflikt in die düstere Atmosphäre mit einfügen. Nichts Neues aus dem Saurier-Park also. Aber das hatte der Kinobesucher auch gar nicht erwartet. Der einzige Reiz, sich zum dritten Mal das Echsen-Abenteuer anzusehen, beschränkt sich nun auf mögliche Fortschritte in der Tricktechnik und vielleicht auf die Erwartung, neue Saurier-Geschöpfe zu erleben. Letzteres wird mit dem noch größeren, gefährlicheren und gierigeren Spinosaurus geliefert. 7 Jahre nach der ersten Geschichte konnte das altbekannte Hasch-Mich Spiel auf einer neuen Ebene beginnen.

Doch immer mit dem Gefühl des „das haben wir doch schon alles gesehen“ im Hinterkopf, verpufft auch diese Neuerung nach einer Weile. Die Schauspieler, allen voran der hervorragende William H. Macy, liefern eine solide Arbeit ab. Macy, der so oft in den Rollen des absoluten Losers brilliert („Boogie Nights“, „Fargo“,..) vermittelt auch im dritten Teil des Saurier-Abenteuers eindrucksvoll, dass alles im Leben noch viel schlimmer kommen kann – auch im Kino.



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INHALT

Vor acht Jahren folgte der äußerst skeptische Paläontologe Dr. Alan Grant der Einladung eines exzentrischen Millionärs namens John Hammond, um auf einer Vorab-Tour die neuesten Errungenschaften der Firma InGen zu erkunden. Der Ausflug zum Jurassic Park, soviel dürfte bekannt sein, entwickelte sich damals zum Horrortrip. Nun lässt er sich wieder, von schweren Geldnöten geplagt, trotz größter Bedenken von einem abenteuerlustigen Ehepaar zu einem Flug über die vollständig abgeriegelte Dinosaurier-Insel Isla Sorna überreden. Der scheinbar wohlhabende Paul Kirby und seine selbstbewusste Frau hatten dem zunächst abwinkenden Forscher einen x-beliebigen Betrag für weitere Forschungen versprochen. Noch ahnt Grant nicht, dass das Ehepaar Kirby eigentlich ihren auf der Insel vermissten Sohn Eric suchen will. Während des Fluges über die Insel taucht jedoch plötzlich eine riesige Kreatur auf und zwingt die Maschine zur Bruchlandung. Einmal mehr findet sich Grant schutzlos auf einer Dinosaurier-Insel wieder.
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Eure Kritiken zu Jurassic Park III

  1. Batman

    Wie I und IINix Neues, außer den Flugsauriern. Aber trotzdem nette Unterhaltung – wenn man weiß, was kommt.

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