KRITIK

Jenseits aller Grenzen

Jenseits aller Grenzen Es ist eine Schande mit dem Weltenelend. Angesichts des täglichen Nachrichtengrauens weiß man gar nicht, wo man zuerst nicht helfen soll, versucht man es dann aber doch, findet sich immer ein Selbstgerechter, der einem die westliche Bigotterie vor Augen hält. Einer, wie der Entwicklungshelfer Nick Callahan, der eines Abends in London die Champagnerrunde eines Wohltätigkeitsballes mit einem halb verhungerten äthiopischen Kind an der Hand stört, das er bedenkenlos für seine Belange missbraucht. Immerhin dringen seine Worte zu der klavierspielenden Kunsthändlerin Sarah Jordan (Angelina Jolie) durch, die sich aus lauter Nobelgewissensbissen gleich nach Afrika aufmacht, wo sie sich prompt in den zynischen, indes herzensedlen Doktor Nick verliebt.

Die hindernisreiche Romanze setzt sich über die Jahre in Kambodscha bei den roten Khmer sowie bei den tschetschenischen Rebellen fort, findet aber leider kein Happyend, weil der Film sich der harten Realität verpflichtet fühlt. Oder dem, was er dafür hält. Regisseur Martin Campbell nämlich weiß sein Albert-Schweizer-Gedächtnispaar selbst im Granatenhagel höchst ansehnlich zu inszenieren, was ihm Clive Owen und Angelina Jolie mit der jeweils bespöttelnswertesten Leistung ihrer Karriere danken. Und damit man zu keiner Sekunde die ethische Orientierung verliert, schauen die kindlichen Kriegsopfer stets kulleräugig in die Kamera, während die Finsterlinge in dieser Best-of-Krisengebiete-Show an ihren schlechten Zähnen erkennbar sind.

Beunruhigenderweise fehlt im Abspann der Hinweis, dass während der Dreharbeiten keine Tiere und Elendskinder zu Schaden gekommen sind.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Die naive Amerikanerin Sarah Jordan lebt 1984 als reiche und verwöhnte Frau in London. Ihr Leben wird völlig auf den Kopf gestellt als sie bei einem Benefiz-Ball zufällig dem ebenso gutaussehenden wie idealistischen Dr. Nick Callahan begegnet, der sich humanitären Hilfsaktionen in vom Krieg zerrütteten Ländern verschrieben hat. Sarah ist von seiner flammenden Rede, die er zugunsten von hilfsbedürftigen Kinder in Afrika hält, schwer beeindruckt. Mehr noch: Sie fühlt sich zu Nick und seinem Anliegen so stark hingezogen, dass sie ihr bequemes Leben in London hinter sich lässt und es gegen die grausame Realität in Afrika, Kambodscha und Tschetschenien eintauscht. Sie ist felsenfest entschlossen, an der Seite von Nick zu arbeiten und die neue Leidenschaft am Leben auszu-kosten, die Nick in ihr wieder entfacht hat.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eure Kritiken zu Jenseits aller Grenzen

  1. Flav

    Angelina Jolie in der dritten Welt. Das wurde doh schon on der Presse durchgekaut. So einen Scheiss muss ihc mir gar nicht erts ansehen….

  2. Freak

    Cool..Hey Jungs, cool das mit dem Pop-Up fenster von A. Jolie… Habe heute gelesen, dass sich Angelina aus dem Filmgeschäft zurückziehen und nur noch als UN-Botschafterin um die Welt ziehen möchte… Hmm, ob das nur Ihren schlechten Film pushen sollte?Ich bin mal gespannt. Wäre aber schade drum…

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*