KRITIK

Indiana Jones u. d. Königreich d. Kristallschädels

Indiana Jones u. d. Königreich d Indiana Jones. Über diese Filmfigur ist bereits alles gesagt und geschrieben worden. Über die Filme auch. Drei Auftritte eines Archäologie-Professors, der am liebsten selbst mit seiner Ausrüstung den Geheimnissen dieser Erde auf den Grund geht. Zusammen haben die Filme von Steven Spielberg in den 80er Jahren weltweit über 1,1 Mrd. Dollar eingespielt. Und jetzt das! 19 Jahre später wurde Hauptdarsteller Harrison Ford noch einmal überredet, sich erneut die Lederjacke anzuziehen und den bekannten Hut aufzusetzen. Denn nicht nur die Geschichte, die Mode oder die Musik, nein, auch Hollywood lehrt uns, dass Alles irgendwann noch einmal wieder auftaucht! Siehe Rocky Balboa, John Rambo oder John McClane in diesem bzw. letztem Jahr.

Nur wenn Professor Henry Jones III. nach wenigen Filmminuten auf der Leinwand seinen Hut vom Staub befreit, dürften auch weibliche Fan-Herzen vor Freude Purzelbäume schlagen. Die Fangemeinde ist riesig. Im Film selbst wird denn auch von Regisseur Steven Spielberg jede einzelne der 122 Filmminuten genutzt, um der Ikonographie Indiana Jones gebührend die Ehre zu erweisen. Freunde, Feinde, Liebschaften und auch figuren-typische Einfälle tauchen aus den vorherigen Leinwandauftritten noch einmal auf, um dem mittlerweile gut 60jährigen Harrison Ford aktiv zur Seite zu stehen. Die Show stiehlt ihm dabei natürlich niemand. Denn die cleveren Produzenten um George Lucas haben neben Indy auch ein altes Feindbild der Amerikaner, die Russen (angeführt von Cate Blanchett), noch einmal aus der Mottenkiste gekramt. Und Russen sind in den Augen der US-amerikanischen Filmindustrie von Haus aus blaß und böse!

Leider blieb bei all den zahlreichen Bemühungen in punkto Besetzung, Drehbuch und Ausstattung eines auf der Strecke: der Charme des Handgemachten, der noch die ersten drei Teile ausgezeichnet hat. Das CGI-Kino von heute, der junge Nachwuchsheld und das augenscheinliche Vorbild, die Science-Fiction-B-Filme der 50 Jahre, wollen nicht so Recht mit der Abenteuerfigur aus den 80ern zusammenpassen. Alles in allem liefert dieser vierte Teil zwar gute Unterhaltung, doch ein guter Film fühlt sich anders an.



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INHALT

20 Jahre ist es her, seitdem Indiana Jones auf den Heiligen Gral stieß. 1957 gerät er während des Kalten Krieges bei einer neuen abenteuerlichen Mission ins Visier der russischen Agentin Spalko und deren Schergen. Unterstützung erfährt Indy von seiner ehemaligen Flamme Marion Ravenwood und dem rebellischen Jungen Mutt, bei dem es sich um seinen unehelichen Sohn handeln könnte.
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Eure Kritiken zu Indiana Jones u. d. Königreich d. Kristallschädels

  1. RobbyTobby

    Wunderbare Unterhaltung! Großartige Darsteller. Ein überzeugender Hauptdarsteller. Was will man mehr? Ich habe mich königlich amüsiert.

  2. Udo

    Auch ich bin etwas enttäuscht. Es gibt keinen adäquaten Widersacher, keine aufbauende Spannung, lediglich ein paar CGI-Gags und einen dennoch überzeugenden Hauptdarsteller. Jungstar Shia LeBeouf mimt den jungen Brando und Cate Blanchett eine Stummfilm-Vorzeige-Russin. Doch am Ende reicht das nicht. Dieser Indy hätte mit etwas mehr Herz und Charme ganz anders ausgesehen.

  3. SuperLenny

    Ein geiler Film. Spannend = Spielberg! Freue mich schon auf die nächsten Abenteur.

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