KRITIK

Immer nie am Meer

Immer nie am Meer Hitchcock war davon überzeugt, dass ein guter Film auch in einer Telefonzelle spielen könne – manchmal tut`s auch ein Auto. In „Immer nie am Meer“, dem zweiten Langfilm des Wieners Antonin Svoboda, bleiben drei verkrachte Typen bis zum Filmende im panzerglasgesicherten Ex-Mercedes von Kurt Waldheim gefangen, nach einem Unfall eingekeilt zwischen Bäumen im austrischen Nirgendwo.

Niemand findet sie, es piesackt sie Harndrang, Hunger und gegenseitige Antipathie. Dann kommt ein „Jugend forscht“-Knirps vorbei und nutzt das eingesperrte Tölpel-Triumvirat für ganz spezielle Experimente. Autor und Musiker Heinz Strunk als Kleinunterhalter, das Radio-Duo Stermann & Grissemann als verschwägerte Nervensägen: Da sitzt (fast) jeder Gag.

Und je mehr Zeit verstreicht in Waldheims Wagen, desto mehr Kafka und Beckett mischt sich da mit Fäkalhumor und Kalauer-Kabarett. Schön fies ist das, und sicher nichts für Klaustrophobiker!



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INHALT

Der tablettenabhängige Anzengruber und sein Schwager, der Historiker Blaich, nehmen den Kleinkünstler Schwanenmeister in ihrem Auto mit als sie einen Unfall haben. Da es sich bei dem Auto um eine ehemalige Politkerkarosse handelt, inklusive Panzerglas ist ihnen der Weg nach draußen versperrt. So hat man denn viel Zeit über das Leben zu philosophieren, zu diskutieren und sich anzugiften.
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