KRITIK

Ice Age 2 – Jetzt taut´s

Ice Age 2 - Jetzt taut´s Das Wasser bis zum Hals

Alle reden vom Wetter, keiner tut was dagegen. Vielleicht steht uns die nächste Eiszeit ins Haus, wie Roland Emmerich es in seinem Klimakatastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ so klirrend ausmalte, vielleicht aber heizt die Erde auch auf Treibhaustemperatur, lässt die Pole schmelzen und uns alle Baden gehen, „Waterworld“ ahoi.

So oder so kann es in unseren wirbelstürmischen Zeiten nicht schaden, mal einen lehrreichen Blick in die klimabewegte Vergangenheit zu riskieren – so ungefähr 20.000 Jahre zurück. Damals nämlich ging es auf dem Thermometer auch schon drunter und drüber, und das ganz ohne menschliches Zutun, wovon die Computer-Künstler der 20th Century Fox nun in der überaus amüsanten Fortsetzung ihrer vollanimierten Gletscher-Komödie „Ice Age“ erzählen.

Ein fatales Tauwetter steht den frostgeschützten Bewohnern der Minus-Idylle ins Haus, die Eiszeit geht dem Ende entgegen. Gewarnt von Apokalypse-Aasgeiern müssen die pelzigen Freunde aus dem ersten Teil deswegen vor der drohenden Flut aus ihrem Schnee-Tal in Richtung einer heilsversprechenden Arche Noah fliehen. Mammut Manfred (deutsche Stimme: Arne Elsholtz), Faultier Sid (Otto Waalkes) und Säbelzahntiger Diego (Thomas Fritsch) machen sich da auf, ihre Art zu retten. Was besonders in Manfreds Fall ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein scheint, schließlich gilt er als letztes Exemplar seiner Gattung. Doch trifft das Chaos-Trio unterwegs, o Wunder, auf ein leibhaftiges Mammut-Weibchen. Schade nur, dass die Gute sich für ein Opossum hält, weil sie unter solchen Tieren aufgewachsen ist. Aber wie heißt es so schön: Nobody’s perfect.

Die Reise der prähistorischen Drei ist dabei kurzweilig, im Detail fantasiereich und dialogwitzig in Szene gesetzt. Der „Ice Age 2“-Regisseur Carlos Saldanha hat aus den Unvollkommenheiten des Vorgängerfilms gelernt und außerdem den Pixel-Fortschritt auf seiner Seite. Auf menschliche Charaktere wurde diesmal glücklicherweise verzichtet, dafür bekommen die sympathischen Buddys Manni, Sid und Diego mehr Raum, was der an religiösen Verhohnepipelungen reichen Exodus-Fabel sehr gut tut. Und auch der heimliche Star des ersten Teils hat nun eine tragende Rolle: das biegsame Eichhörnchen Scrat jagt wieder in unermüdlicher Sisyphos-Manier einer Eichel nach, was beinahe bis ins Jenseits führt, aber doch, wie auch der Klimaschock, sein Happyend findet.



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INHALT

Irgendwann in grauer Vorzeit findet die Eiszeit ihr Ende, und globale Erwärmung macht auch das Tal von Mammut Manfred, Säbelzahntiger Diego und Faulpelz Sid zu einem wärmeren, komfortableren Fleckchen Erde. Eigentlich könnte also jeder mit Ausnahme vielleicht eines gewissen, stets vom Pech verfolgten Eichhörnchens zufrieden und glücklich sein, als die drei Freunde eine unschöne Entdeckung machen. Die Sonne hat das Eis im oberhalb des Tales gelagerten Gletscher geschmolzen. Bricht nun ein Damm, droht eine Flutkatastrophe.
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Eure Kritiken zu Ice Age 2 – Jetzt taut´s

  1. Udo

    Ein großartiger Spaß für Jung und Alt! Unbedingt für´s Wochenende vormerken! Witz, Spannung, tolle Geschichte.

  2. Scratman

    Das Eichhörnchen Scrat hat jetzt wesentlich mehr Auftritte. Auch wenn der Film insgesamt eher schleppend beginnt, reisst Scrat alles wieder heraus. er ist der Größte! Einfach zum Ablachen.

  3. Oycon

    Kann auf jeden Fall mit Teil 1 gleichziehen. Wobei mir die Story im 1. Teil besser gefallen hat. Dafür waren im 2. die Gags besser. Ich sag nur: PIEP! 😉

  4. familienvater

    Ein herrlicher Spaß für die ganze familie. also popkorn kaufen, bei dem Regen im schönen warmen kino sitzen und spass haben.

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