KRITIK

Hüter des Lichts, Die 3D (mit sponsored Video)

Plakat zum Film Die Hueter des LichtsSponsored ArticleWer hat Angst vorm Schwarzen Mann? Vor vielen Jahren gab es nicht nur in Kinderaugen viel mehr Furcht auf dieser Welt. Doch das hat sich zum Glück geändert, seitdem die Menschheit aufgeklärter ist und der böse Schwarze Mann nicht mehr in die Gedanken und Träume der Menschen eindringen kann. Dafür sorgen auch die Hüter des Lichts, allen voran ein strenger aber gerechter Mann mit weißem Bart und rotem Pelz, der allen, die es verdienen, alljährlich Geschenke beschert (wenn die passende Zeit dafür gekommen ist). Zu seinem Team der Hüter gehören zudem ein Mann aus Sand, der die Kinder ins Traumland schickt und sie ihre Wünsche träumen lässt; ein Hase, der den Frühling beschwört und den Kindern die Ankunft der hellen Jahreszeit versüßt und schließlich eine Fee, die mit ihren unzähligen Helferinnen Zähne der Kinder unter ihren Kopfkissen einsammelt und die damit verbundenen Erinnerungen archiviert. Eine Viererbande von Superhelden also, mit magischen Kräften, der Weihnachtsmann, der Osterhase, Sandmännchen und Zahnfee!

Das Drehbuch stammt von David Lindsay-Abaire nach einer Vorlage des Schriftstellers William Joyce (Jahrgang 1957). Joyce ist kein Unbekannter im Animationsgeschäft, der Südstaatler hat an Filmen wie “Toy Story”, “A Bug’s Life” und “Robots” mitgearbeitet und für den animierten Kurzfilm “The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore” 2012 sogar einen Oscar erhalten. Er ersann mehrere Geschichten rund um den Weihnachtsmann (Mr. North), den Osterhasen und vielen anderen Helden, als er von seiner Tochter gefragt wurde, ob sich der Weihnachtsmann und der Osterhase eigentlich kennen würden? So entstand “The Guardians of Childhood”, eine amerikanische Buch-Serie, welche die amerikanischen Kinderhelden wie die Zahnfee (Toothiana) oder auch Jack Frost mit dem auch bei uns bekannten Nikolaus und dem Osterhasen zusammenbringen.

Szene aus dem Film Die Hueter des LichtsIm Zentrum von “Rise of the Guardians”, wie der Film im Original heißt, steht der hierzulande unbekannte Jack Frost (dt. Stimme Florian David Fitz), eine Art Frostschutz-Peter Pan, der unerkannt den Frost bringt und Schneeballschlachten anzettelt. Jack wird den Zuschauern zunächst ausgiebig vorgestellt und nur wenig später in den edlen Kreis der „Hüter des Lichts“ berufen. Als die Hüter noch kräftig Überredungsarbeit leisten, weil Jack sich zunächst noch ziert, greift bereits der dunkle Schattenmann in die Abläufe der Guardians ein und verwandelt die ersten Träume der Kinder auf der Welt in schreckliche Albträume. Jetzt heißt es: Handeln und Glauben! Eine rasante Aufholjagd beginnt.

Szene aus dem Film Die Hueter des LichtsAuch wenn es zu Beginn den Anschein hat, dieser Film bedient sich zwar des schlichten aber kindgerechten “Gut-gegen-Böse”-Schemas, er hat dafür aber nur wenig mit einer Art “Avengers”-Spin-off zu tun. Im Gegensatz zu den Superhelden aus der üblichen und hoch erfolgreichen Blockbuster-Ware kommt die Geschichte in Dreamworks´ “Hüter des Lichts” wesentlich ernster, ironiefreier daher, ohne das sonst übliche Augenzwinkern. So konnten die Figuren mit noch mehr Liebe zum Detail (nominiert für den “Annie-Award”) gezeichnet werden, vor allem die jüngeren Zuschauer werden in der Werkstatt des Mister North mit den fleißigen Yetis staunen, und genau wie Jack Frost, der jeden Zuschauer sofort an die Hand nimmt, werden auch sie nicht nur von den putzigen Zipfelmützenträgern, die übrigens stark an die “Minions” aus “Despicable Me” erinnern, begeistert sein.

Während sich die älteren Zuschauer im weiteren Verlauf der rasanten Geschichte vielleicht über die simple Handlung und die stakkatohafte Bilderflut ärgern, hat Jack Frost sofort in´s kindliche Herz getroffen: Nicht nur weil der juvenile Frotschutz-Peter-Pan über sich hinausgewachsen ist, sondern weil er auf der Welt einen Jungen gefunden hat, der wie er an sich und an die “Guardians” glaubt. “Die Welt ist nur dann in Ordnung, wenn Kinder noch Glauben und Hoffnung haben.” So die Moral von der Geschicht´. Und das ist große klasse! Nicht nur technisch atemberaubend, empfohlen für alle Junggebliebenen ab 8 Jahren. Mehr über den Film findest Du auf der Homepage des Films.



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