KRITIK

Hui Buh das Schloßgespenst

Hui Buh das Schloßgespenst Beim „Schwarzen Peter“ zu betrügen, ist unmöglich, das Schummeln gehört schließlich zum Spiel. Generationen von Fans der erfolgreichen deutschen Hörspielserie „Hui Buh“ haben das nicht bemerkt, nicht mal dem Schöpfer des liebenswerten Geistes, dem mittlerweile verstorbenen Eberhard Alexander Burgh, ist der Fauxpas aufgefallen. Doch die Filmemacher um Sebastian Niemann, die nach langem Feilschen um die Rechte nun die Geschichte des kettenrasselnden Tollpatsches auf die Leinwand bringen durften, lassen den Ritter Balduin (Michael „Bully“ Herbig) stattdessen ganz westernklassisch beim Poker die Karten zinken – was anno 1399 auf Schloss Burgeck zum Streit, zum Tod und somit zur Gespenstwerdung des unedlen Mannes führt. Ein hübscher Einstieg.

Gut 500 Jahre später spukt Hui Buh, nunmehr die computeranimierte Variante des Faxenmachers Bully, als einziges behördlich zugelassenes Gespenst einsam auf Burgeck herum. Sein Freund ist der alte Kastellan, gespielt von Hans Clarin, dem Mann also, der in den über 20 Hörspielfolgen Hui Buh die Stimme lieh. Doch bald kommt Leben ins Gemäuer: König Julius der 111. (nett verschusselt: Christoph Maria Herbst) meldet Besitzansprüche an und plant auf dem Schloss seine Verlobung mit der zickigen Leonora Gräfin zu Etepetete (ganz bei sich: Heike Makatsch). Hui Buh, der um Heim und Spinnenwebensammlung fürchtet, setzt alles daran, Julius in die Suppe zu spucken.

Die Geschichte trägt dabei nicht ganz über die Zeit und ist ein bisschen, pardon, durchsichtig, aber die Hörspiele besaßen erst recht keinen dramatischen Bogen. Immerhin gelingt es Niemann, die mit deutscher Comedy-Prominenz besetzte Gutenacht-Fabel bis auf einige Gruseleffekte kindgerecht zu erzählen und den Geist der kalauerseligen Gespensterannekdötchen nebst Hui Buhs Lieblingsausruf zu wahren: Pfui Schmetterling!



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INHALT

500 Jahre, nachdem Ritter Balduin per Fluch in das Gespenst Hui Buh verwandelt wurde, kommt endlich wieder Leben in seine transparente Hülle. Nach Ankunft von Schlossbesitzer König Julius und seiner Verlobten versucht Hui Buh, so schrecklich wie noch nie zu sein. Doch als das Ergebnis eher komisch ausfällt und seine Spuklizenz verbrennt, findet Hui Buh einen neuen Freund, der Hilfe so nötig hat wie er. Vielleicht geht der Plan auf dem großen Ball auf, bei dem König Julius Gräfin Leonore einen Antrag machen will? Hui Buh versaut Julius mit seinen Spukereien die Feier. Julius rächt sich, indem er Hui Buhs Spuklizenz zerstört...
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Eure Kritiken zu Hui Buh das Schloßgespenst

  1. Christian

    Ein schöner Kinderspaß. Hui Buh ist hier animiert und sieht aus wie eine Mischung aus Michael Bully Herbig (der das Gespenst auch spricht), Prinz Eisenherz und Sixties-Poprocker. Es ist also ein Bully Herbig Film mit tollen Nebendarstellern (darunter Christoph Maria Herbst, Rick Kavanian). Die Darsteller nehmen ihre Sache sehr ernst, mit diesem Auftritt muss dem deutschen Märchenfilm für die Zukunft nicht bange werden.

  2. Vanessa

    Gespenst für groß und klein!Ich kenne die Hui Buh Hörspiele noch aus meiner Kindheit und war sehr gespannt, als ich hörte, dass Bully Herbig eine Verfilmung dieser witzigen Spukgeschichten plant!

    Letztes Wochenende habe ich mir meine Tochter geschnappt, um mit Ihr dieses tolle Kinoerlebnis zu teilen!

    Ich kann nur sagen, den Zuschauer erwartet ein völlig neues Abenteuer von dem „gruseligsten Grauen“(wie er sich selbst bezeichnet 😉 in der perfekt nachgebauten Kulisse des Schloss Burgeck. Vor allem die tollen Computeranimationen haben meiner Tochter gefallen. Wir haben uns die Bäuche gehalten vor Lachen und diese herrliche moderne Neuverfilmung bis zum Ende des Abspannes genossen.

    Unterstrichen wird dieser Kinosommerstreich mit einem super Soundtrack von CULCHA CANDELA und GENTLEMAN!

    Alles in allem ist Hui Buh ein wirklich gelungener Film für Groß & Klein mit Bully und Christoph Maria Herbst, unseren Lieblingen der deutschen Comedy!

    Prädikat sehenswert!

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