KRITIK

House Bunny

House Bunny Die beste und vor allem glaubwürdigste Rolle in dieser Häschen-Komödie gehört Hugh Hefner. Denn der flamboyante „Playboy“-Gründer und bekennende Viagra-Fan darf tun, was er am besten kann: sich selbst spielen.

Die Geschichte beginnt auf seinem legendären Anwesen, dem „Playboy Mansion“, einem Billig-Fantasialand voll blonder Frauen im Bikini, die aussehen, als seien sie dem Magazin entstiegen, bloß ohne Knickfalten an den entsprechenden Stellen. Eine von ihnen, die Shelly heißt, sich auch so benimmt und von Anna Faris gespielt wird, fällt einer Intrige zum Opfer und wird aus dem Herren-Paradies vertrieben. Ohne männlichen Schutz soll sie sich in der rauen Wirklichkeit, schlimmer noch, an einem Universitäts-Campus zurechtfinden. Doch, o Wunder, ihre Talente als gelerntes Bunny verhelfen einer Gruppe bebrillter Mauerblümchen in der Studentenverbindung zum Coming-Out als Sexkätzchen. Bloß mit der eigenen Libido bekommt Shelly Probleme, denn ihr Auserwählter will tatsächlich reden, bevor`s zur Sache geht.

Aber keine Sorge, das Bild der Frau als Erfüllungsgehilfin steht nicht ernsthaft zur Debatte, auch nicht lustig. Vermeintlich aufgeklärt und dialektikgeschult, wie man so ist, sucht man permanent nach dem ironischen Bruch und der subversiven Geste dieses geistesschlichten „Natürlich Blond“-Abklatsches. Doch vergebens.



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INHALT

An ihrem 27. Geburtstag wird Shelley aus dem noblen Playboy-Anwesen geworfen. Aus der Not wird sie Hausmutter im Heim der Studentinnenvereinigung Zeta Alpha Zeta. Die Mädels dort kriegen nie ein Date und brauchen dringend ein Make-Over und mehr Selbstbewusstsein. Beides beschert ihnen die naive Shelley und macht aus den hässlichen Entleins coole Girls, denen die College-Boys verfallen. Währenddessen versucht sie das Herz des Normalos Oliver zu erobern.
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