KRITIK

Hostel 2

Hostel 2 Angesichts des Überraschungserfolges des Erstlings war es ja nur eine Frage der Zeit, bis ein Sequel nachgeschoben wird.
Jetzt ist es soweit und alle Fans des ersten Teils werden auch hier auf ihre Kosten kommen. Da sich Eli Roth in diesem Sujet wohlzufühlen scheint, wurde im Wesentlichem nichts geändert.

Grundlage ist wieder ein Trupp junger Leute, die in einer Kleinstadt in der Slowakei im weitesten Sinne Entspannung suchen und dabei ihr Leben verlieren. Diesmal bekommt die holde Weiblichkeit die Mord- und Folterlust einiger minderbemittelter ( im geistigen Sinne ) reicher Männer zu spüren. Dabei wird auf Suspense verzichtet, die einzigen Fragen, die eventuell aufkommen sind, wann wer zu Tode gefoltert wird. Auch durch die Charakterisierung der Männer hinter den Foltermasken bringt Roth keinen Tiefgang in die Geschichte.

Nachdem die Story in der ersten Hälfte vor sich hin plätschert, schreiten die Macher der KNB-Group im letzten Teil zur Tat und zeigen wahrlich perfide Tötungsmethoden. Der Grad der Gewalt ist nahezu gleich hoch wie im Vorgänger. Es gibt zwar weniger krude Szenen, aber die sind dafür umso expliziter ausgefallen. Eli Roth könnte man sogar vorwerfen, im Übermut des Überraschungserfolges ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen zu sein. Dass Szenen wie der Kindermord nicht nur unnötig sind sondern auch unnötig wirken, hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Leider fehlt „Hostel II“ auch die Frische, die den Vorgänger so unterhaltsam machte. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass den Machern nur neue Ideen hinsichtlich der Gore-Szenen wichtig waren. Wo 2005 der Ursprungs-„Hostel“ noch als Film von Fans für Fans galt, tummelt sich der Nachfolger definitiv im Terror-Porno-Gefilde. Da wirkt sogar der Cameo-Auftritt von Ruggero Deodato etwas fade.

Nichtsdestotrotz macht „Hostel II“ noch Spass. Dafür sorgen unter anderem die hübschen Darstellerinnen und die Szene am Ende. Die FSK wird genau wissen, welche gemeint ist.



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INHALT

Beth, Lorna und Whitney sind befreundete Amerikanerinnen, die sich für den Sommer in eine Kunstklasse in Rom eingeschrieben haben. Dort lernen sie nach einer Unterrichtsstunde eines der Models kennen, die sie zeichnen sollen. Sie erzählt den Drei von einer sagenumwobenen Jugendherberge in der Slowakei, in der unglaubliche Partys gefeiert werden. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass die Herberge nur ein Vorwand ist, Frischfleisch für ein Verließ heranzuschaffen, in dem sich Sadisten für 50.000 Dollar alle Wünsche erfüllen können.
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Eure Kritiken zu Hostel 2

  1. Seb

    hallo. Ich habe mir den Film in der englischen Fassung Uncut angeschaut. Ich muss sagen, dass er super hart ist. Die deutsche fassung kann man dagegen vergessen! Es fehlen ja so viele Szenen selbst der Schluss wurde geschnitten!! Der Film ist echt gut (uncut). Viel Viel Besser als der erste Teil! Also Teil 1 ist im Vergleich echt scheisse und teil 2 ist sehr gut, aber nur Uncut!

  2. CitizenKane

    Der Film ist fast eine Kopie von Teil 1: Zunächst mit 40 Minuten banalstem anal penetrierendem Soft-Erotik-Brei. Ich fühlte mich an billige Sexfilmproduktionen a la Emmanuelle erinnert – UND DAS IN EINEM ANGEBLICHEN HORRORFILM!??? Über peinliches Teenieniveau, das sich explorativ mit den Vorstellungen von überzogener Gewalt beschäftigt, dabei aber nicht die Spur von einem künstlerischem, geschweige denn intellektuellem Horizont erblicken lässt, gerät dieses negative Highlight nie hinaus. Es versackt, wie sein Vorgänger in düsterer Bedeutungslosigkeit. Gäbe es da nicht auch noch die Diskussion um die FSK und die böse Schnittfassung, die dem Film zusätzlich Publicity verschafft (hat). In Österreich läuft der Film übrigens ungeschnitten. Sind unsere Nachbarn furchtloser? Furchtbar!

  3. taddelbro

    Abgeschreckt vom ersten Teil, hätte ich zumindest eine kleine Steigerung des Niveaus erwartet. Was blieb, war eine von unglaubwürdigen, lachhaften Zufällen geprägte „Handlung“, gespickt mit bösen Ostblock-Klischees, die diesen Film zu einem peinlichen Flop machen. Die Einführung des Geschehens ist fast gänzlich vom ersten Teil abgekupfert, nur dass es sich diesmal um drei amerikanische Kunststudentinnen handelt, die sich in einem Auslandssemester in Italien befinden. Diese lassen sich auf einer Zugfahrt nach Prag dazu überreden, doch lieber einen Abstecher in die Slowakei zu machen, und schließlich landen die drei natürlich in der altvertrauten Absteige des ersten Teils. Dort angekommen, lernt eine der Studentinnen auf einem rustikalen Dorffest schonmal ihren zukünftigen Schlächter kennen, der das Mädel mittels einer Internetauktion ersteigert hat.Nun wird das Mauerblümchen des Trios plötzlich entführt, und eigentlich sollte es jetzt ordentlich zur Sache gehen, doch die deutsche Fassung ist derart zerschnitten, dass nicht einmal Gore- bzw. Horrorfans einigermaßen auf ihre Kosten kommen.Beendet wird der jeglicher Spannung entsagende Schinken dann mit einer derart absurd-blödsinnigen Schlussszene, dass man diesem Film am ehesten den Stempel eines lächerlichen Teenie-Horrorflims à la Scary Movie aufdrücken könnte. Geben sie die 8€ lieber auf dem nächsten Dorffest aus, der Unterhaltungswert dürfte um einiges höher sein als der eines Kinobesuchs mit diesem Film..

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