KRITIK

Hostel

Hostel Womit kann man übersättigte Menschen noch kitzeln, die nichts mehr schockt, die bis aufs Metzger-Gemüt abgestumpft sind? Nun, mit der Verlockung beispielsweise, einen fremden Teenager ihrer Wahl gegen Bares zu Tode foltern zu dürfen. Diese Idee liegt Eli Roth‘ Horror-Thriller „Hostel“ zugrunde, der von einem Keller der Qualen erzählt, in dem Perverse sich den Kick der finalen Grenzüberschreitung holen. Klingt brutal, ist es auch. Eli Roth, der zuvor mit „Cabin Fever“ einen ziemlich unappetitlichen und auch nicht sonderlich originellen Film über fleischfressende Bakterien gedreht hat, will auf Teufel komm raus Härte zeigen. Weswegen die Werbekampagne für seine von Quentin Tarantino produzierte Gruseltour auch auf Drastik setzt. Unvorstellbares wird versprochen – einer Zielgruppe, die vom Splatter- bis zum Snuff-Movie schon alles gesehen hat. Da lockt das Plakat eines schreienden Mannes, dem der Schlagbohrer in den Mund fährt.

Nun sind Horrorfans aber in der Regel nicht so dumm und gleichgültig wie die Protagonisten in diesem bluttriefenden Twen-Terrorfilm. Allein mit Gewalt lassen sie sich nicht locken, mehr aber hat „Hostel“ nicht zu bieten. Das dünne Skript erzählt von den amerikanischen Rucksackreisenden Josh und Paxton sowie ihrem isländischen Kumpel Oli, die auf ihrem Europatrip vor allem Sex suchen, weswegen sie dem Tipp glauben, in Slowenien gäbe es die schärfsten Frauen und kaum Männer – „wegen des Krieges“. Ja klar, der Krieg. Sei’s drum. Die Burschen landen in einer Art paradiesischem Jugendherbergs-Puff, werden die Wonnen jedoch bitter bezahlen.

Ekelversessen, aber letztlich langweilig schleppt sich „Hostel“ einem erwartbaren Ende entgegen. Jeder Zahnarzt-Bohrer verheißt mehr Schrecken.



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INHALT

Bevor sie der Ernst des Lebens einholt, wollen die beiden Amerikaner Paxton und Josh bei einem Trip durch Europa ihren Spaß haben. In einem Coffeeshop in Amsterdam lernen sie beim Kiffen den unbeschwerten Oli kennen, der sie bei ihrer weiteren Reise begleiten wird. Weil die beiden Amis nicht nur europäische Drogen, sondern auch Sex kennen lernen wollen, folgen sie Olis Rat und fahren in die Slovakei weiter, wo eine berüchtigte Herberge mit verbotenen Früchten lockt - die sich aber als nackter Albtraum für die Jungs entpuppen wird.
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Eure Kritiken zu Hostel

  1. Medienstudent

    Daß ein Film wie „Hostel“ berechtigterweise Diskussionen und Kontroversen auslöst, ist durchaus nachvollziehbar und erst einmal auch vollkommen richtig. Dennoch möchte man fast meinen, dies sei im Grunde so garnicht nötig, da „Hostel“ alles Andere als ein guter Film ist, der im Grunde auf garkeiner seiner Ebenen intakt funktioniert. Somit das Gerede doch eigentlich garnicht wert, würden sich nicht dennoch Zuschauer finden, die sich für solch niveauloses Kino begeistern können. Insgesamt setzt „Hostel“ dort an, wo Filme wie der leidliche „8 MM“, „Saw“, oder Alejandros Amenabars geniales Meisterwerk „Tesis – Faszination des Grauens“ das unfaßbare Geschehen auf einer feinen intelektuellen Ebene analytisch durchbuchstabiert hat. „Hostel“ ist somit zum Einen in keinster Weise originell, zum Anderen versagt er auf der psychologischen Ebene gänzlich. Jeglicher Ansatz wird schon nach wenigen Szenen durch oberflächliche Effekthascherei durchbrochen, welche sich auf möglichst drastische Weise auf die Darstellung von Greueltaten konzentriert. Was bleibt ist purer Horror in düsterer Optik, welche dem Filmfan ohnehin schon aus sehr vielen anderen Filmen der letzten Jahre bekannt sein müßte. Die technische Umsetzung der Geschichte ist somit zwar gekonnt, aber nicht neuartig und somit mehr langweilig als aufregend. Was schockt, ist tatsächlich nur noch das Brechen von allerlei Tabus und die schrecklich naiv küchenpsychologische Entwicklung der beteiligten Charaktere. Daß der Regisseur zudem versucht, all dies in einen gesellschaftlich kritischen Kontext zu stellen, ist noch weitaus furchteinflüssender und zeigt ganz deutlich einen hilflosen Versuch, dem mißlungenen Werk Anspruch zu verleihen. Sehr schade um die immerhin recht bemühten und talentierten Darsteller. Und wer sich einen wirklich gelungenen, kreativen Terror – Horrorfilm im Kino anschauen möchte, dem sei geraten auf die australische Independent Produktion „Wolf Creek“ zu warten.

  2. Sutiv

    HostelEin Trauerspiel. Spannend ist nur der Trailer, und dieser gibt auch schon alles her, was der Film zu bieten hat.

  3. Filmewarner

    Hostel ist Terror für den Filmfan in jeder Beziehung: Aufgeiler für die IQ-Unterschicht und Nachts-Tittenwerbung-Gucker, menschenverachtend, langweilig, erreicht nicht sein Ziel, weder Horror noch Thriller noch Komödie, gefährlich, krank unterm Strich: SPART DAS GELD!

  4. Bastard

    hostel ist nicht jedermans sache es ist ebend ein typischer Quentin Tarantino film dessen filme sowieso schon immer zur diskosion angeregt haben mir persönlich hat er eigentlich ganz gut gefallen ein wirklich sehenswerter film mit ruhigen anfang und einem echt starken ende

  5. Benji

    Hallo Leute, der Film war doch wohl allererste Sahne. Spanndnend und nervenaufreibend, ich weiss gar nicht, was alle haben.

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