KRITIK

HOP – Osterhase oder Superstar

HOP - Osterhase oder Superstar Rechtzeitig zum christlichen Osterfest bringt Regisseur Tim Hill, der bereits für die Filme „Garfield 2 – Faulheit verpflichtet“ und „Alvin und die Chipmunks“ verantwortlich zeichnete, zusammen mit den Produzenten von „Ich –Einfach unverbesserlich“ einen weiteren Mix aus Realfilm und Animation in die Kinos. Diesmal in Form eines knuddeligen Hasen namens E. B. (im Original von Russell Brand gesprochen), der lieber Schlagzeuger werden will, als in die Fußstapfen seines Vaters, des Osterhasen, zu treten. E.B. verlässt deshalb die heimatliche Eierfabrik, um in Hollywood Karriere als Musiker machen zu können.

Unterwegs stößt er mit dem arbeitslosen (Menschen) Fred (James Marsden) zusammen, der eher zufällig in den Tag hinein lebt. Fred nimmt sein Opfer mit zu sich nach Hause, um es dort wieder aufzupäppeln. Eine Reihe von Verwicklungen führt dazu, dass sich das ungleiche Paar nach und nach zusammenrauft.

Wer auf niedliche Hasen, die Süßigkeiten pupsen, und fluffige Küken steht, dem wird die Animation-Realfilm-Mixtur von Tim Hill sicherlich gefallen. Man sollte sich nur darüber im Klaren sein, dass die Komödie wie ein prall gefüllter Osterkorb ist. Am Anfang kann man mit dem Naschen gar nicht aufhören – und am Ende kommen die Bauchschmerzen. So ist auch Hop – Osterhase oder Superstar. Zuerst noch eine recht flott inszenierte Komödie, verkommt diese am Ende zu einem sehr klebrigen, amerikanischen „Ich bin so stolz auf dich“ und „ich liebe dich“ Aufklärungspamphlet.

Auch der Mangel an einer ausgefeilten Charakterzeichnung ist wirklich bedauerlich. Am meisten Charakter zeigt der perfekt animierte Hase E.B.. Hauptdarsteller James Marsden bleibt bis auf wenige Augenblicke blass. Und wenn erst ein animiertes Wesen dem realen, richtige Schauspieler die Show stiehlt, sollten sich die Filmemacher vielleicht doch noch mal Gedanken über das Drehbuch machen.

Überzeugend hingegen sind die deutschen Synchronsprecher. Wolfgang Stumph als Vater Hase klingt wohlig brummelig und trotzdem sympathisch, Alexander Fehling als E. B. hat den nötigen Pep in der Stimme und Detlev Buck hat seinem Kükenoberhaupt sogar einen spanischen Akzent verpasst (wobei nicht ganz klar ist, warum).

Summa Sumarum ist HOP eine nette aber belanglose Osterkomödchen, über die man als Erwachsener besser nicht weiter nachdenken sollte. Kinder werden aber sicherlich ihren Spaß haben. Und sei es nur zu Ostern.



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INHALT

Fred ist arbeitslos und lebt seither eher planlos in den Tag hinein. Bei einer Spazierfahrt fährt er zufällig den Osterhasen an und nimmt sein Opfer mit zu sich nach Hause, um es dort wieder aufzupäppeln. Das ist leichter gesagt als getan, denn der Osterhase erweist sich als der albtraumhafteste Hausgast, den man sich nur vorstellen kann. Eine Reihe von Verwicklungen führt dazu, dass sich das ungleiche Paar nach und nach zusammenrauft.
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