KRITIK

Hochzeits-Crasher, Die

Hochzeits-Crasher, Die Es soll ja der schönste Tag im Leben sein, ein einziger Rausch des Frohsinns. Die Braut strahlt in Weiß, der Bräutigam vor Glück, die sektbeschwipste Verwandtschaft feiert die eigene Erleichterung, dass wieder zwei unter der Haube sind. Inmitten solchen Hochzeits-Trubels fallen zwei Gäste mehr oder weniger kaum auf. Und genau das machen sich die Junggesellen John (Owen Wilson) und Jeremy (Vince Vaughn) zunutze. In den beliebtesten Vermählungsmonaten, ihrer Hauptjagdsaison, mischen sie sich als entfernte Verwandte getarnt unter die Jubelschar gleich welcher Konfession und baggern so methodisch wie ungeniert die Brautjungfern an – mit beachtlicher Erfolgsquote.

Regisseur David Dobkin inszeniert den Balz-Marathon der beiden Schlüpferstürmer ganz vorzüglich als immer haltloseren Eros-Exzess im peitschenden Kapellen-Takt, als anziehenden Schwindel, auf den der Zusammenbruch folgen muss. Der ereilt John und Jeremy auch, allerdings nicht nur in Form körperlicher Erschöpfung. Auf der Hochzeit einer Ministertochter verliebt sich John – entgegen der Crasher-Regeln – in die schöne, jedoch verlobte Brautschwester Claire, während Jeremy von Gloria, dem Nesthäkchen der Familie, in einen schier unentrinnbaren Sex-Strudel gezogen wird.

Von da an geht dieser Slapstick-Posse über die wahren Herzens-Werte allerdings deutlich die Puste aus, und der anarchische Spaß des Beginns verliert sich in einer konventionellen Romanze, die gelegentlich in die Karikatur ausschlägt. Was wiederum nichts daran ändert, dass sich mit Owen Wilson und Vince Vaughn hier ein komödiantisch hochbegabtes Hochzeits-Paar gefunden hat.

  



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INHALT

Die Geschäftspartner John Beckwith und Jeremy Grey arbeiten als Scheidungsschlichter. Außerdem verbindet die beiden langjährigen Freunde ein originelles Hobby: Besonders im Frühling gehen sie gern ohne Einladung auf Hochzeiten. Egal, ob es sich bei den Hochzeitsgesellschaften um Juden, Italiener, Iren, Chinesen oder Hindus handelt – immer denkt sich das charmante und unwiderstehliche Duo einen stichhaltigen Grund aus, um argwöhnischen Gästen ihre Anwesenheit zu erklären, und immer haben sie großen Erfolg, weil sie sich strikt an ihre bewährten „Regeln für Hochzeits-Crasher“ halten: Sie reißen Frauen auf, die bei dem Gedanken an die Hochzeit für Flirts äußerst empfänglich sind.

Gegen Ende einer weiteren Saison erfolgreicher Toasts auf zahlreiche Brautleute erfährt Jeremy, dass die Tochter von Finanzminister William Cleary (Christopher Walken) und seiner Frau Kathleen (Jane Seymour) Hochzeit feiert – zweifellos das größte gesellschaftliche Ereignis des Jahres in Washington/DC. John und Jeremy schleichen sich bei dem rauschenden Fest ein und nehmen sofort die Brautjungfern Claire (Rachel McAdams) und Gloria (Isla Fisher) Cleary aufs Korn.

Der Empfang ist noch im Gange, als Jeremy voll ins Schwarze trifft und Gloria verführt. Doch während John mit Claire anbandelt, wird er unsanft von ihrem hochnäsigen Freund Sack (Bradley Cooper) unterbrochen. Ganz gegen seine Gewohnheit hat sich John Hals über Kopf in Claire verknallt – deswegen überredet er nun den zögernden Jeremy, die festen Crasher-Regeln etwas großzügiger auszulegen und die Einladung zu einem langen Wochenende auf dem Anwesen der Clearys anzunehmen.
Dieser Palast mit Meerblick wird nun zum Schauplatz einer endlosen Kette höchst komischer Missgeschicke, die John und Jeremy bei der Begegnung mit dem in jeder Hinsicht verrückten Cleary-Clan erdulden müssen. Ganz nebenbei lernen sie außerdem manche Lektion in Sachen Liebe und Beziehungskisten.
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Eure Kritiken zu Hochzeits-Crasher, Die

  1. Udo

    Nein, das war nicht mein Film. Wohl mehr eine Erwachsenen-Version von „American Pie“. Ok, er hattte einige Witze aber das reciht hier nicht…

  2. CrazyGuy

    Was für ein Spaß! das Duo funktionirert prächtig. Hab moich königlich amüsiert. Wilsen und Vaughn sind klasse! Der Film lohnt sich! Anschauen!

  3. lady

    ArmDieser Film kann nur Männern gefallen… – oder aber Frauen, denen es nichts ausmacht, zu sexwilligen Tussis degradiert zu werden. Mir hat das alles überhaupt nicht gefallen!

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