KRITIK

Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch

Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch Nach Bibi Blocksberg hat es nun also auch die Hexe Lilli ins Kino geschafft: Die kindliche Zaubernachwuchskraft aus den Büchern des in Wesel lebenden Autors Knister soll unter Disney-Schirmherrschaft wohl ein neues Franchise begründen. Regie führte Stefan Ruzowitzky, der mit Horror bekannt wurde („Anatomie“) und 2008 für „Die Fälscher“ den Oscar nach Österreich holte. Handwerklich ist das erste Lilli-Abenteuer denn auch ohne Fehl und Tadel geraten, ja, es wirkt fast schon zu glatt – wären da nicht einige Kuriosa.

Zum Beispiel taucht hier die spanische Großmimin Pilar Bardem auf. Sie ist die Mutter von Javier Bardem und im Film die Hexe Surulunda, die ihren Staffelstab weiterreichen will – in Form eines magischen Buches.

Sie schickt den dicken Minidrachen Hektor los, um eine Nachfolgerin zu finden: die kleine Lilli (Alina Freund). Kuriosum Nummer zwo ist Ingo Naujoks, der als böser Zauberer Hieronymus das Buch in seine Gewalt bringen will, um eine „Weltbeherrschungsmaschine“ zu bauen. Naujoks spielt so hemdsärmelig wie immer, weswegen er nie wirklich zum Fürchten ist. Schon gar nicht, wenn er sich in der Gestalt von Yvonne Catterfeld verbirgt.

Später verhext er als Mischung aus Dr. Mabuse und Momos „grauen Herren“ das Land in eine untote Ödniswelt, und erst muss Lilli das korrekte Zaubern und Hektor das korrekte Fliegen lernen, bis alles wieder gut wird.

Der digitale Drache wird übrigens von Michael Mittermeier gesprochen – dessen Kalauer aber, auf Kindertauglichkeit zurechtgestutzt, leider eher um Komik ringen, als wirklich komisch zu sein. Überhaupt hätte dieser ersten „Lilli“-Filmausgabe eine etwas straffere Dramaturgie, vor allem in der zweiten Hälfte, sicher gut getan.



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INHALT

Lilli ist ein ganz normales Mädchen, das mit seiner Mutter und dem kleinen Bruder ein typisches Kleinfamilienleben führt. Das ändert sich schlagartig, als ein uraltes Zauberbuch samt kleinem grünen Flugsaurier in ihr beschauliches Kinderzimmer flattert. Lilli wurde auserkoren, die Nachfolgerin der alten Hexe Surulunda zu werden. Und während Lilli versucht, mit Hilfe des alten Schmökers vernünftig zu zaubern, ist auch schon der heimtückische Zauberer Hieronymus im Anmarsch. Er will das Buch ebenfalls in seine Hände bekommen.
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