KRITIK

Helden aus der zweiten Reihe

Helden aus der zweiten Reihe Des Amerikaners liebstes Kind ist der Sport. Deshalb bedarf es Fingerspitzengefühl, eine fiktive Geschichte vor realem Background zu erzählen, besonders wenn es um das Heiligtum Football geht. Regisseur Howard Deutch, der sich im Bereich Sportfilm mit so namhaften Größen wie Oliver Stone („An jedem verdammten Sonntag“) oder Robert Redford („Bagger Vance“) messen lassen muss, besinnt sich lieber auf sein in den 80ern erlerntes Handwerk. Zu seinem Repertoire zählen Filme wie „Pretty in Pink“ (1986) oder „Ist sie nicht wunderbar“ (1987). Da passt es sehr gut, dass sein Film von einem Streik erzählt, den es in den 80ern tatsächlich gegeben hat. Gerade dieser 80er-Jahre-Style steht dem Film ganz gut zu Gesicht. Nette Gags, eine bewährte Dramaturgie mit einer vorhersehbaren Story und einer süßen Liebesgeschichte runden das ganze zu einer gradlinigen Unterhaltung ab. Es geht um Gemeinschaftsgefühl, das über Eigeninteresse triumphiert, da kann man auch ein übertriebenes Machogehabe verkraften. Und das die Musik in den 80ern toll war, hört man an dem guten Soundtrack. In Amerika wollte nicht jeder dieses Reprospektakel sehen und in Großbritannien gibt es ihn gar nur auf Video. Sicherlich wird er es auch hier zu Lande sehr schwer haben, denn wirklich neues vermag dieser nette Film im 80er-Jahre-Gewand nicht zu erzählen. Christian Gertz



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INHALT

Das Football-Team der Washington Sentinels steht kurz vor dem Einzug in die Play-Offs. Als die Spieler horrend höhere Gehälter fordern, lässt Manager Ed O´Neill seine „zickigen Millionäre“ lieber in den Streik treten, als mehr Geld zu zahlen. Kurzum holt er seinen alten Freund und Trainer McGinty zurück, um ihn eine neue Ersatzmannschaft aufbauen zu lassen. McGinty willigt ein und hat schnell ein Team zusammengestellt, eine Gurkentruppe aus exzentrischen Nobodies, Ex-Knackis, kettenrauchenden Walisern und Bodyguards. Die Streikbrecher, angeführt von Ex-Quarterback-Talent Shane Falco, entwickeln in Windeseile den nötigen Teamgeist und können sogar gegen die Profis bestehen. Von Trainer McGinty stets richtig eingestellt, gelingt ihnen ein Sieg nach dem anderen. Bis plötzlich der streikende, etatmäßige Quarterback zurück in die Mannschaft will.
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