KRITIK

Headhunters

Plakat zum Film HeadhuntersSkandinavienkrimis ohne Ende: Im TV sind sie ständiger Begleiter, im Kino haben sie sich spätestens mit den diversen Stieg-Larsson-Verfilmungen etabliert. Jetzt ist Bestseller-Autor Jo Nesbø an der Reihe. An dessen Buch „Der Schneemann“ bekundete zuletzt niemand Geringeres als Martin Scorsese Interesse. Als Appetizer kommt nun „Headhunters“ auf die Leinwand, die norwegische Verfilmung eines jüngeren Titels.

Die kommt unter der Regie von Morten Tyldum zunächst als mild sarkastische Karrieristen-Satire daher: Der etwas zu kurz geratene und daher komplexbeladene, aber enorm erfolgreiche Personalmanager (sprich: Headhunter) Brown (Aksel Hennie) bessert seinen luxuriösen Lebensstil durch Raubzüge auf, für die er sich bei indiskreten Bewerbungsgesprächen zuvor Infos erschleicht. Dann gerät er an den Falschen: Top-Manager Clas Greve (von öliger Grandezza: Nicolaj Koster-Waldau aus der Serie „Game of Thrones“), dem er einen verschollenen Rubens abjagt, war früher Elitesoldat und begibt sich auf gnadenlosen Rachefeldzug. Und der hat’s in sich.

Szene aus dem Film HeadhuntersNach anfänglicher sympathischer Personalstudie wandelt sich der Film von Lars Gudmestad und Ulf Ryberg (Drehbuch) in der zweiten Hälfte hin zu einem harten Actionthriller, eine brutale Hatz, garniert mit tarantinoesken Grobheiten und Splatter-Elementen, die groteske Züge trägt und sicher nichts für Zartbesaitete ist. Zurecht ist der Film erst ab 16 Jahren freigegeben. Das biedere Finale hingegen will dazu nicht so recht passen. Eine Enttäuschung.

  



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INHALT

Roger Brown (Aksel Hennie) hat Alles: Er ist einer der erfolgreichsten Headhunter, verheiratet mit der schönen und geheimnisvollen Galeristin Diana (Synnøve Macody Lund) und im Besitz einer traumhaften Villa. Doch, was niemand weiß, er führt ein Doppelleben: Den luxuriösen Lebensstil finanziert er, indem er seine Klienten ausraubt. Seine Spezialität: kostbare Kunstwerke. Als er für ein namhaftes GPS-Unternehmen einen neuen Geschäftsführer finden soll, lernt er den Geschäftsmann Clas Greve (Nikolaj Coster-Waldau) kennen. Er scheint der perfekte Kandidat für den Job zu sein. Während die Männer ins Geschäft kommen, erfährt Brown nebenbei, dass Greve im Besitz eines lange verloren geglaubten Gemäldes von Rubens ist. Brown sieht die Chance auf einen letzten großen Coup, der all seine Geldprobleme lösen soll. Er stiehlt das Bild. Rasch stellt sich jedoch heraus, dass er in Clas Greve einen ebenbürtigen Gegner gefunden hat. Denn was dann passiert, übersteigt alles Vorstellbare. Und zwingt Brown, um sein Leben zu rennen. Eine gnadenlos brutale Verfolgungsjagd beginnt.
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