KRITIK

Half Nelson

Half Nelson Mit dem Krimi „Das perfekte Verbrechen“ und der Posse „Lars und die Frauen“ musste Ryan Gosling erst bekannt werden, ehe nun auch sein Durchbruch auf deutschen Leinwänden zu sehen ist: Für „Half Nelson“ erhielt der damals 26-Jährige prompt eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Verdientermaßen, denn ziemlich viel hängt an ihm in diesem Spielfilmdebüt des Dokumentaristen Ryan Fleck.

Der erzählt keine lineare Geschichte, reiht Momentaufnahmen und Impressionen aneinander, führt in den Sumpf und nur halb wieder heraus, streift heikle Situationen und Ungeheuerlichkeiten und endet mit einer Möglichkeit von Hoffnung.

Gosling spielt Dan Dunne, einen jungen Geschichts- und Sportlehrer an einer Junior High School in Brooklyn, doch so engagiert und idealistisch er sich gibt bei seinendialektischen Reden über die Gegensätze der Welt (die er mit einem „Half Nelson“ veranschaulicht, einem Ringergriff), so desillusioniert ist er längst: Er lebt allein und ist schwer cracksüchtig. Eines Tages wird er von seiner 13-jährigen Schülerin Drey (Shareeka Epps) erwischt, zwischen beiden entwickeln sich (zu?) enge Bande, und Dans Dealer gehört auch noch zu Dreys Familie. Spektakuläre Szenen gibt es nicht, aber starkes, dokumentarisch anmutendes Schauspielerkino.



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INHALT

Ein junger, cracksüchtiger Lehrer versucht seine überwiegend afroamerikanischen Schüler mit anspruchsvollem Unterricht und idealistischen Appellen einen Ausweg aus dem von Drogenhändlern beherrschten Alltag aufzuzeigen. Eines Tages erwischt ihn seine Lieblingsschülerin Drey Crack rauchend auf der Schultoilette. Allen Erwartungen und Konventionen zum Trotz bringt dieses pädagogische "Debakel" Lehrer und Schülerin einander näher.
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