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Mrz 2013
16
„Hai-Alarm am Müggelsee“ von Leander Haußmann

Wenn schon vorab vom „kommenden Kultfilm“ geraunt wird, ist in der Regel Vorsicht geboten. „Hai-Alarm am Müggelsee“: Das klingt nach Trashfilm aus dem RTL-Nachtprogramm, war von den beiden „Herr Lehmann“-Machern Leander Haußmann und Sven Regener aber als Katastrophenfilm-Satire gedacht. Mit „Punkrock“-Attitüde, sagen sie.

Nun haben Haußmann und Regener aber in letzter Zeit als Wutbürger-Demonstranten gegen Überflugsrouten und/oder aufgeweichtes Urheberrecht eher die Sache bürgerlicher Pfründewahrerei vertreten. Mit Punkrock hatte das ebenso wenig zu tun wie ihr neuer Film mit gelungenem Kino: Da wird dem Bademeister (Michael Gwisdek) im seichten Ostberliner Binnengewässer die Hand abgebissen, der Bürgermeister (Henry Hübchen) ist ebenso ratlos wie der nuschelnde Polizist (Detlev Buck).

Schließlich schreitet ein Hai-Jäger aus Hawaii zur Tat. Die Promi-Darsteller (die Intendanten Castorf und Flimm schauen ebenso vorbei wie die Regisseure selbst) sind für ein paar Lacher gut – dazwischen gilt es endlose Wüsten spaßfreien Boulevardtheaters zu ertragen. Wie die Pennälerfilme aus den 50ern, nur ohne Hintersinn und Timing.

  

 



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