KRITIK

Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft

Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft Die Geschichte ist aus dem Japan der 1920er Jahre verbürgt: Obwohl sein Herrchen, das ihn dereinst in Liebe aufnahm, plötzlich verstorben war, wartete ein Hund aus der Akita-Rasse jeden Tag am Tokioter Shibuya-Bahnhof auf dessen Rückkehr – neun Jahre lang, bis man dem Edel-Spitz ein Denkmal errichtete, das noch heute dort zu besichtigen ist.

22 Jahre nach einer japanischen Filmversion hat sich Regisseur Lasse Hallström, der einst mit dem Kinderfilmklassiker „Mein Leben als Hund“ bekannt wurde, dieser Anekdote angenommen. Zum Glück aber drehte er kein bloßes Rührstück, denn die in die USA verlegte Fabel von der Seelenverwandtschaft zwischen Mensch und Hund dient ihm als Spiegel menschlicher Verhältnisse – weshalb er gar einige Szenen aus Hundeperspektive drehte, in Schwarzweiß und mit gekippter Kamera.

Richard Gere, der das Herrchen routiniert spielt, verabschiedet sich pflichtgemäß nach der Hälfte des Films und überlässt dem ausdrucksstark trauernden Hund Hachiku und (der nicht minder ausdrucksstark trauernden) Joan Allen als Witwe die Bühne. Kein Tierspaß also, vielmehr das einfachste Stück Gefühlskino, das denkbar ist. Seine Formel ist so simpel, dass man sich nur alle paar Jahrzehnte daran versuchen darf, sonst verliert sie ihre Wirkung. Ein melancholisches Stück über Treue, Liebe und den Lauf der Zeit – das gleichwohl die Hallström-typischen, märchenhaften Züge einer seltsam niedertrachtsfreien Welt trägt.



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INHALT

Als Professor Parker Wilson eines Tages nach der Arbeit einen herrenlosen Hundewelpen am Bahnhof findet, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ist. Während seine Frau den kleinen japanischen Akita-Hund sehr zögerlich aufnimmt, wird Parkers Herz von Hachiko im Sturm erobert. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hachiko jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend wieder ab. Bis er eines Tages vergeblich auf die Rückkehr seines Herrchens wartet.
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