KRITIK

Guardians Of The Galaxy

Bild (c) Walt Disney Pictures.

Bild (c) Walt Disney Pictures.

Das Comic-Imperium Marvel hat in den letzten Jahren unzählige Helden auf die Kinoleinwand losgelassen. Darunter zum Beispiel den Tüftler “Iron Man”, den Kämpfer “Captain America”, den Hammerschwinger “Thor”, den Bulldozer “Hulk” und schließlich auch alle gemeinsam als “The Avengers”. Obwohl dabei ein paar der erfolgreichsten jüngeren Hollywood-Blockbuster heraussprangen, galt ihr neues Multi-Millionen-Werk als Risikounternehmung. Schließlich gehören die skurrilen “Wächter der Galaxie” namens “Guardians of the Galaxy” eher zu den nachrangigeren Helden aus dem Marvel-Universum.

Doch die Sorge war unbegründet. Kein US-Film hat in der Saison 2014 mehr Kasse gemacht, und auch sonst ist viel richtig gemacht worden. Den Regieauftrag etwa vergab man ungewöhnlicherweise an James Gunn, der lange für die Trashfilm-Firma “Troma” arbeitete und als Indie-Filmer gilt. Gunns selbstironische Herangehensweise ans Genre Comic-Superheldenfilm erweist sich schnell als ideal für sein Sujet.

Die Story ist zugegebenermaßen, für sich und ehrlich betrachtet, ganz schöner Stuss. Da muss sich ein großspuriger Weltraumpirat (Chris Pratt aus der Sitcom “Parks & Recreation”) mit vier merkwürdigen Komplizen zusammenraufen – einer grüngesichtigen Killerin, einem Haudrauf, einem fluchenden Waschbären und einem wandelnden Ast. Gemeinsam müssen diese fünf “Guardians” eine Superwaffe vor interplanetarischen Superschergen beschützen. Szene_GuardiansSuper, super: Das klingt nach bewährt dämlicher Comic-Kost und wartet gegen Ende auch mit herkömmlichen, allerdings perfekt FX-getricksten Weltraumkampfsequenzen auf.

Doch was James Gunn und die großartige Besetzung (in Nebenrollen sind etwa Glenn Close, Benicio Del Toro und Djimon Hounsou dabei) daraus machen, entpuppt sich sehr bald als die wohl schönste und lustigste Space-Opera seit “Star Wars”. Gespickt mit popkulturellen Referenzen, unaufdringlicher Ironie und allerschönstem Retrofuturismus gelingt ihnen das Kunststück, Comic-Nerds, Comedy-Fans und Sci-Fi-Liebhaber gleichermaßen zufriedenzustellen. Absolut Sehenswert.

 

Guardians of the Galaxy



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten, dpa
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Dimitrios Athanassiou
moviemaze
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
9/10 ★★★★★★★★★☆ 


Durchschnitt
8.5/10 ★★★★★★★★½☆ 





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INHALT

Der Pilot und intergalaktische Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), als "Star-Lord" bekannt und immer auf der Suche nach kostbaren Relikten, gerät durch einen dummen Zufall zwischen die Fronten eines (welt-)allumfassenden Konfliktes. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er ohne es zu ahnen eine mysteriöse Super-Waffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan (Lee Pace). Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage, den gesamten Kosmos zu unterwerfen. Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Raccoon, dem intelligenten Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoe Saldana) und dem raffinierten Drax the Destroyer (Dave Bautista). Unter dem Namen GUARDIANS OF THE GALAXY zieht diese ziemlich spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen! (Text Walt Disney Pictures Germany)
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Eure Kritiken zu Guardians Of The Galaxy

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