KRITIK

Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Groupies bleiben nicht zum Frühstück Man muss ganz schön viel zu glauben bereit sein in der Teeniekomödie „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“. Zum Beispiel, dass eine 17-Jährige im Facebook- und Twitter-Zeitalter auch bei einem einjährigen Austauschjahr in den USA nichts mitbekommt davon, dass ihre Altersgenossen (und ihre Schwester) in Deutschland unisono für eine neue Boygroup schwärmen.

Zumal besagter Knabenkapelle namens „Berlin Mitte“ eine Ruhmesgröße tokio-hotelschen Ausmaßes angedichtet wird. Und das nur, um den zentralen Drehbuchtwist auf die Reise zu schicken: Das Mädchen, das nach ihrem Aufenthalt in Berlin landet, verliebt sich in den „Berlin Mitte“-Sänger. Und bei dem ersten Aufeinandertreffen im Zoologischen Garten ist sie natürlich ahnungslos.

Genau darin liegt Konfliktpotenzial. Denn Sänger Chriz (mit „z“!) darf laut Vertrag keine Freundin haben und verschweigt seinen Ruhm, so lange es geht. Wenn das der Manager erfährt! Und erst die schwärmende Schwester!

Kurzum: „Sophie Scholl“-Regisseur Marc Rothemund, Sohn von 70er und 80er Jahre Komödien-Regisseur („Alpenglühn im Dirndlrock“) Siggi Rothemund, inszenierte eine Soap-Story auf Bravo-Niveau. Was aber nicht weiter negativ auffällt. Denn seine Regie hat Tempo, verzichtet wundersamerweise sowohl auf Schmalz als auch auf Zoten und hat zwei große Pro-Argumente: Die glorios berlinernde Göre Anna Fischer und den dezent charmierenden Kostja Ullmann: Mit diesen beiden werden dem jungen Zielpublikum selbst übelste Plattitüden nicht mehr so sehr auf die Nerven gehen.



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Nach einem Jahr als Austauschschülerin in den USA kehrt die 17-jährige Lila nach Deutschland zurück. Schwester Luzy´s Freude ist verhalten und Mutter Angelika liebt einen Taxifahrer. An der Spitze der Musik-Charts steht eine Band namens Berlin Mitte. Beim Spaziergang im Zoologischen Garten verliebt sich Lila in einen attraktiven Jungen. Was sie zunächst nicht weiß: Dieser Chriz ist Sänger der angesagten Band Berlin Mitte. Als sie es herausfindet, sind Verwicklungen vorprogrammiert. Dabei teilt Chriz die Gefühle von Lila, ganz zum Missfallen seines Managers: Laut Vertrag hat sich Chriz nämlich verpflichtet, zur besseren Vermarktung seines Images Single zu bleiben. Wird die Liebe von Lila und Chriz eine Chance haben?
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*