KRITIK

Glauben ist alles

Glauben ist alles Was unterscheidet diese Liebeskomödie von anderen Liebesgeschichten – eigentlich nichts. Zwei Männer buhlen um die Gunst einer Traumfrau, sind dabei beste Freunde und entfachen damit ein erotisches Gefühlschaos. Neu ist allerdings die Konstellation, denn Edward Norton kämpft als Priester vor allem mit seinem Zölibat und Ben Stiller mit den religiösen Vorstellungen seiner Gemeinde, die sicherlich eine Nicht-Jüdin nur schwer akzeptieren würde. Edward Norton, der hier sein Regiedebüt feiert, schafft es mit dieser ungewöhnlichen Konstellation – Liebe zwischen Thora und Neuem Testament – und drei grandiosen Hauptdarstellern der Bezeichnung romantische Komödie voll gerecht zu werden. Nachdem Norton als Schauspieler vor allem durch tiefsinnige und intensive Rollen bekannt wurde („Fight Club“, „American History X“), kann der Jungregisseur hier durch eine warmherzige und durchaus harmlose New York-Romanze überzeugen, wobei das komische Potential der religiösen Konstellation voll ausgeschöpft, aber nicht übertrieben wird. Das Schauspieler-Trio harmonisiert bestens und tröstet über Schwächen der Story hinweg. Vor allem Jenna Elfman (EdTV) als forscher blonder Engel bringt Schwung in das klerikale Leben der gottesfürchtigen Singles. Ein rundherum netter Film, der einfach gute Laune macht. Julia Berding



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INHALT

Die achtziger Jahre - New York. Die Siebtklässler Jake Schram, Brian Finn und Anna Riley verbringen jede Minute ihrer Freizeit miteinander, setzen sich erfolgreich gegen Angriffe ihrer Mitschüler zur Wehr, bestehen zahlreiche Abenteuer gemeinsam und sind immer füreinander da. Als Anna plötzlich mit ihrer Familie ganz unerwartet an die Westküste zieht, hat die unbeschwerte Freundschaft des Triumvirats jedoch ein jähes Ende. Zwanzig Jahre später – immer noch in New York. Jake und Brian sind beste Freunde geblieben, der eine Rabbi, der andere katholischer Priester. Beide verbindet nicht nur ihre Freundschaft seit Kindertagen, sondern auch ihre unkonventionellen Methoden der Glaubensvermittlung und der Traum von einem ökonomischen Karaoke-Gottesdienst. Als sich Kumpel Anna eines Tages für einen beruflichen Kurzbesuch in New York ankündigt, fahren die beiden Freunde voller Erwartung und Vorfreude gemeinsam zum Airport, um die Jugendfreundin abzuholen. Kaum dem Flugzeug entstiegen, schafft es Anna, inzwischen eine erfolgreiche und außerdem bildhübsche Geschäftsfrau, die Herzen der beiden Gottesmänner im Sturm zu erobern und der Freundschaft eine ganz andere Wendung zu geben...
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