KRITIK

Girls von St. Trinian, Die

Girls von St Nicht nur Jungs tyrannisieren ihre Schule, natürlich gibt es auch die Mädchen-Power-Variante des zivilen Ungehorsams, und von der erzählen die Regisseure Oliver Parker und Barnaby Thompson im schön-schrägen Remake der 1950er-Jahre-Comic-Adaption „Die Girls von St. Trinian“.

Eine Belegschaft von britischen Problemschülerinnen muss darin ihr bankrottes Anarcho-Internat vor der Bildungsreform in Gestalt des neuen Saubermann-Ministers Thwaites (Colin Firth) retten, der pikanterweise ehemals ein Techtelmechtel mit der kiffenden Direktorin Camilla Fritton hatte.

Die wird, wie auch Frittons blasierter Bruder, von Rupert Everett gespielt, der sich für seine Perücken-Rolle, wie er in Interviews erzählte, an Camilla Parker Bowles orientiert hat. Und tatsächlich, er sieht aus wie Charles` Tante. Was zum sympathisch-verschrobenen Dilettantismus passt, den diese School-of-Rock-Komödie ausstrahlt.

Okay, letztlich siegt auch bei der unorthodoxen Nothilfeaktion für die Schule – während eines landesweiten Wissenswettbewerbs mit Quizmaster Stephen Fry in der National Galerie will ein Schülerinnen-Trio Vermeers Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ rauben – die Konvention über die Rebellion. Aber immer wieder gibt es in Parkers und Thompsons Satire des britischen Schulsystems Momente vergnüglichen Kontrollverlusts.



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INHALT

St. Trinian ist ein Mädchen-Internat, in dem Rock`N` Roll angesagt ist. Die Girls tragen Minimal-Mini, gebärden sich als Gothic Punks oder Cheerleader-Schlampen und gehen auch schon mal auf Kunstraubtour. Die gestrenge, aber kiffende Millicent Fritton ist die Direktorin. Und der will es der neue Bildungsminister Geoffrey Thwaits heimzahlen und die unkonventionelle Lehranstalt schließen lassen.
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Eure Kritiken zu Girls von St. Trinian, Die

  1. Conny

    Ein Film, der Spaß macht. Frauenpower, englische Komik, tolle Darsteller(innen). Was will Frau mehr. Aber auch für Männer geeignet.

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