KRITIK

Gib mich die Kirsche

Gib mich die Kirsche



Ähnliche Beiträge:

INHALT

Die Erstlingsfilmer Oliver Gieth und Peter Hüls erinnern mit "Gib mich die Kirsche!" an die erste Dekade des deutschen Fußballs von 1963 bis 1974, an Legenden wie Uwe Seeler, Paul Breitner und Franz Beckenbauer. Dabei erinnert ihre amüsante Zeitreise durch die Stadien, Kneipen und Städte von Fußballdeutschland in den 60er und 70er Jahren nicht nur an Spielergrößen, sondern entführt modisch, musikalisch und gesellschaftlich in die goldene Ära des Fußballs vor und nach dem ersten Bestechungsskandal 1970/71. Ob ein Schlager singender Kaiser Franz, Uwe Seeler als Sportartikelverkäufer oder die Hochzeit von Gerd Müller: „Gib mich die Kirsche!“ – angeblich ein Ausspruch des legendären Borussenstürmers Lothar Emmerich – entführt in eine Zeit, in der es noch echte Fußballerfrisuren gab, Monatslöhne für Berufskicker bei maximal 1.200 Mark brutto liegen durften, der Frauenfußball zaghaft seinen Siegeszug begann („Muss das sein?“) und männliches Spielerglück bedeutete „Kondition und Technik auf dem Spielfeld und ein liebes Frauchen zu Hause“. Der Film zeichnet augenzwinkernd dabei die Entwicklung der Bundesliga vom kulturell verwurzelten Sportereignis zum Event der Unterhaltungsindustrie nach, und auch klassische WM-Ausschnitte dürfen natürlich nicht fehlen.
Dieser Beitrag wurde unter Kritik abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*