KRITIK

Ghost Rider 2

Plakat zum Film Ghost Rider 2Er schlüpft in die verschiedensten Rollen wie am Fließband und ist bekannt und auch berüchtigt für sein Over-Acting: Nicolas Cage. Augenrollen und Armeherumwerfen, das kann er wie kein zweiter. Ob als unschuldig Inhaftierter („Con Air“), romantischer Alkoholiker („Leaving Las Vegas“) oder nie alternder Magier („Duell der Magier“), selten tat er dies ungehemmter als in „Ghost Rider“ (2007) – dem ersten Film rund um den gleichnamigen Motorrad-Stuntfahrer, der in Gestalt eines flammenden Skelettes verdammte Seelen einsammeln muss, weil er mal einen Pakt mit dem Teufel einging.

Die zugrunde liegende Marvel-Comic-Figur gilt als randständig, entsprechend trashig war der Film mit allen dazugehörigern Zutaten wie zahlreichen CGI-Effekten, Feuerwalzen und coolen Outfits. Dass nun fürs Sequel die Regie-Rabauken Mark Neveldine und Brian Taylor („Crank“, „Gamer“) verpflichtet wurden, Spezialisten für kinetische Actionfilme mit einer versteckten Botschaft, ließ aufhorchen.

Szene aus dem Film Ghost Rider 2

(c) Universum Film

Doch welche Enttäuschung! „Ghost Rider 2“ ist keine zünftige B-Ware, sondern standardisiertes Comicverfilmungskino in schlecht aufgepfropftem 3D, obendrein mit viel zu wenig Humor, als dass Cages rasende Übertreibungskunst darin eine Basis haben könnte. Er muss hier in Rumänien ein Kind davor bewahren, dem Teufel (Ciarán Hinds) als neuer Wirtskörper zu dienen, gleichzeitig soll ihn ein Mönch vom alten Fluch erlösen. Zwei, drei Actionsequenzen lassen aufmerken, der Rest ist einschläfernd routiniert.

  

Kritikerspiegel Ghost Rider 2



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
3/10 ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 


Lida Bach
u.a. film-zeit.de, kino-zeit.de, titel-magazin
5/10 ★★★★★☆☆☆☆☆ 


Klaus-Peter Heß
Münstersche Zeitung
2/10 ★★☆☆☆☆☆☆☆☆ 


Durchschnitt
3.5/10 ★★★½☆☆☆☆☆☆ 




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INHALT

Johnny Blaze alias Ghost Rider (Nicolas Cage) hat mit dem Teufel (Ciaran Hinds) einen Pack geschlossen und verloren: Der Teufel hat ihn betrogen, aber Johnny will nicht aufgeben und aus dem Einflußbereich des Bösen entfliehen. Er versteckt sich im Osteuropa, an Orten, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Aber seinen Fluch kann niemand so einfach abschütteln und so wird Ghost Rider wieder in eine Abenteuer verstrickt. Dieses Mal geht es um seinen Sohn, auf dessen sterblichen Körper es das Böse abgesehen hat.
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Eure Kritiken zu Ghost Rider 2

  1. Eliza

    Neveldine/Taylor stehen für ´das etwas andere` Kino, frech, selbstbewusst, frei jedweder Grenzen und Restriktionen. Bei Ghost Rider scheint jemanden ihren Ideen Fesseln angelegt zu haben, dennoch überrascht auch dieser Film mit atemberaubenden Kamerafahrten und einem selbstironischen Nic Cage. Mir hat der Film einigermaßen gut gefallen.

  2. JohnBello

    „Atemberaubende Kamerafahrten“? Warst du im selben Film wie ich Eliza? Mir kam es so vor als ob sich zwei Kameramänner die Kamera ständig hin und her geworfen haben in der Hoffnung es kommt was Gescheites bei raus. Ist es leider nicht. Schlechteste Comicverfilmung seit dem ersten Teil von Hulk…

  3. Eliza

    @JohnBello „Hulk“ fand ich auch nicht so gut. Aber ich bin ein Fan von Neveldine/Taylor („Crank“, „Crank2“, „Gamer“), der Subtext ihrer Filme ist sehr interessant. Hier geht davon leider viel verloren…

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