KRITIK

Ghost Rider

Ghost Rider Nicolas Cage ist in schrägen Parts stets am besten – zuletzt etwa als geplagter Meteorologe in „Weather Man“. In staatstragenden Rollen im Staub des „World Trade Center“ hingegen erheitert er regelmäßig eher unfreiwillig. Diese alberne Superhelden-Verfilmung ist ihm also auf den Leib geschneidert.
Inszeniert von Comic-Spezi Mark Steven Johnson („Daredevil“), brettert Cage hier als legendenumrankter Geisterreiter durch ein knallbuntes Pop- und Actionszenario aus der „Marvel“-Abteilung. Man dachte zwar, über dem Sektor der Comicverfilmungen kreische nach dem Flop mit „Superman Returns“ der Pleitegeier, doch „Ghost Rider“ schoss gleich am ersten Wochenende direkt an die Spitze der US-Charts.

Der Film ist aber, zunächst, auch wirklich amüsant. Da spielt Cage mit eifrigem Infantilismus den berühmten Motorrad-Stuntman Johnny Blaze, der statt alkoholischer Cocktails Smarties aus dem Glas konsumiert und auf Fernsehdokus über Brüllaffen steht. Hinter seiner coolen Fassade lauert indes ein böses Schicksal. Um seinen Vater zu heilen, hat Johnny seine Seele als Knabe an Mephisto verkauft. Heuer muss er nächtens in flammender Skelettform das Böse bekämpfen, darunter auch Mephistos Sohn.

Amüsant die Besetzung des Teufels mit dem wahren (Easy) „Rider“ Peter Fonda, amüsant auch die fehlzündelnde Beziehung zwischen Blaze und seiner Flamme (Eva Mendes). Würde sich die Reiter-Story in der zweiten Hälfte nicht doch etwas zu ernst in übliche Handlungsschemata hinunterbrutzeln, könnte man von einer wirklich gelungenen Comicverfilmung sprechen.



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INHALT

Vor Jahren hat Motorrad-Desperado Johnny Blaze nicht nur seine Seele, sondern auch Teile seiner großen Liebe Roxanne an den Teufel verkauft, um das Leben seines Vaters zu retten. Jahre später begegnet er Roxanne wieder - und auch Mephisto, der Johnny anbietet, Roxannes Seele freizulassen, wenn er sich bereit erklärt, in Gestalt des Ghost Rider für Rache und Gerechtigkeit zu sorgen. Ghost Rider soll den verachtenswerten Blackheart ausschalten, den Sohn von Mephisto, der den Vater vom Thron der Hölle stoßen will.
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Eure Kritiken zu Ghost Rider

  1. Nickleodeon

    Mir war das Comic nicht bekannt, trotzdem konnte ich mir es gut vorstellen, wie es im Comic aussieht. Solide Unterhaltung.

  2. BastiFantasti

    Einfach nur schlecht. Überstrapaziert und albern.

  3. Fiska

    Wer die Comics kennt wird enttäuscht sein. Die Geschichte wurde viel zu schlecht umgesetzt

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