KRITIK

Gangs

Gangs Weil der filmische Kosmos der „Wilden Kerle“ nach fünf zunehmend unterirdischen Kinofolgen ausgereizt war, haben sich deren Produzenten etwas Neues überlegt, um die Ochsenknecht-Brüder weiter vermarkten zu können: Sie haben ihnen nun Lederjacken umgehängt und zu harten Berliner Rocker-Teens erklärt.

Das funktioniert natürlich nicht einen Moment lang: Gleichzeitig auf dicke Hose machen und brav grammatisch einwandfreie Dialogzeilen aufsagen, das ist ja wie Sido in der Philharmonie!. Wie schon die „Kerle“ spielt auch dieser, von Rainer Matsutani („666“) inszenierte Versuch in einer seltsam unwirklichen Version behaupteter Realität; die fiktiven Kieze zwischen Charlottenburg und Mitte, in denen sich hier gekabbelt wird, könnten auch digital erzeugt worden sein.

Munter wird der Halbstarken-Gangfilm mit Adoleszenz-Drama und Großstadtporträt gekreuzt, ohne dass je mehr als Lächerlichkeiten dabei herauskämen. Jimi Blue Ochsenknecht müht sich als Flo, Anführer der „Rox“, sehr vergeblich, einen glaubhaften Konflikt mit seinem Film- und Echtbruder Wilson Gonzalez herbeizuspielen. Zudem verliebt er sich in eine saubere Bürgerstochter und gerät samt Gang mit dem bösen Anführer der „Killaz“ aneinander. Es geht um Drogen. Und um einen Überfall. Auch 15-Jährige Kinofans sollten sich fragen, ob sie nicht Besseres verdient haben als diesen langweiligen Unfug.



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INHALT

Dort, wo die Hauptstadt am gefährlichsten ist, befindet sich das Revier der Rox. Immer vorn mit dabei ist Flo, der jüngere Bruder des coolen Anführers Chris, der im Gefängnis sitzt. Beide haben sich versprochen, immer füreinander da zu sein. Doch Flos Welt gerät durcheinander, als Sofie in sein Leben tritt. Sie ist das genaue Gegenteil von ihm: weltgewandt, belesen und aus reichem Elternhaus. Beide sind sofort voneinander fasziniert und stürzen sich Hals über Kopf in die Liebe. Als Chris aus dem Gefängnis entlassen wird, überschlagen sich die Ereignisse.
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