KRITIK

Fremd Fischen

Plakat Fremd FischenIn der schönen, flachen Welt dieser Hollywood-Routine-Inhalte fahren 30-jährige New Yorker Erfolgsanwältinnen mit schicken Autos zum Relaxen in die Hamptons, plappern über die Oberflächenreize ihres begrenzten Dunstkreises und warten so wohlhabend wie aufgedreht auf die ersten Falten. Regisseur Luke Greenfield, der mit „The Girl Next Door“ (2003) einen Überraschungshit landen konnte, bastelt ein Liebesdreieck in diese Ödnis: Da verliebt sich Rachel, die Brünette mit dem reinen Herzen (Ginnifer Goodwin, „Big Love“), in den Verlobten ihrer besten, aber egozentrischen Blondinen-Freundin Darcy (Kate Hudson, die aus dem Hamsterrad ewig gleicher „Bride Wars“-Klamotten nicht mehr herauszufinden scheint). Gequasselt und gewitzelt wird permanent in diesem jederzeit vorhersehbaren „Chick Flick“, nur charmant wird es nie.

Ob das an Dex (Colin Egglesfield), dem grausam blassen Objekt der Begierde liegt? Oder daran, dass nicht nur die wuchtbrummig übergriffige Darcy, sondern auch Rachel in ihrer geheuchelten Artigkeit einfach unsympathisch daherkommen? Wer das eruieren möchte, muss ein Maß an Interesse aufbringen, das die Wirkungsmacht dieser schwächlichen Ménage à trois bei weitem übersteigt. Ähnliche Konstellationen hat man im Kino schon viele Male sehr viel besser gesehen. Die Karte für diesen Film ist überflüssig.



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INHALT

Das Leben in New York könnte für Rachel so schön sein. Als Anwältin muss sie zwar häufig Überstunden schieben, und ihr Chef ist ein ziemlicher Tyrann. Aber dafür, dass sie kurz vor der magischen 30 steht, sieht sie doch top aus und hat darüber hinaus in Darcy eine richtig gute Freundin. Zum absoluten Glück fehlt eigentlich nur noch der richtige Mann. Aber dann landet Rachel nach ihrer Geburtstagsparty ausgerechnet mit ihrem Studienfreund Dex, dem zukünftigen Ehemann von Darcy, im Bett. Wie konnte das bloß passieren?
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