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Nov 2012
09
„Fraktus“ von Lars Jessen

Eine neue Platte steht in den Läden, die Band ist auf Tournee, und im Kino läuft die Doku über ihr Comeback: „Fraktus“, heißt es darin, habe Anfang der Achtziger mit ihrem Synthiepop den Grundstein für Techno gelegt und sich dann schnell aufgelöst. Das Ganze aber ist ein Fake: Die Bandmitglieder werden von Rocko Schamoni, Heinz Strunk und Jacques Palminger gespielt, den Mitgliedern des Hamburger Comedy-Trios „Studio Braun“, die solo als Musiker, Literaten und Theatermacher reüssieren und nun die Band Fraktus erfanden.

Regisseur Lars Jessen lässt „Fans“ von Blixa Bargeld bis Jan Delay von Fraktus schwärmen und schickt „Tatort“- Kommissar Devid Striesow als Journalisten los, um die abgerockten Bandmitglieder wiederzuvereinigen. Das mausert sich mitunter zur herrlich ätzenden Satire, bleibt anderswo auch mal im Insider-Scherz stecken. Als multimediale Wiederauferstehung geht das Ganze allerdings sowieso eher als Kunstprojekt durch – als solches funktioniert es bestens.

  



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