KRITIK

Forrester – Gefunden!

Forrester – Gefunden! Ein junges, unterprivilegiertes Talent trifft auf einen alten, verbitterten Eigenbrötler, der mit dem Leben abgeschlossen hat. Diese schöne Geschichte hat es zuletzt mit „Good will Hunting“ im Kino gegeben. Auch hier hieß der Regisseur Gus van Sant. Was ist also neu an Finding Forrester? Antwort: Atmosphäre und Schauspieler. Und letztere sind besser, viel besser als beim vermeintlichen „Original“. Der Film wirkt insgesamt viel erwachsener, viel reifer. Es macht immer noch Spaß einem alten Haudegen mit Format zuzuschauen, der sich richtig ins Zeug legt für seine Rolle. Dazu als Gegenpol ein überraschend frei aufspielendes Jungtalent, das kein Lampenfieber zu haben scheint. Aus dieser filmischen Symbiose ergibt sich eine sehr angenehme Atmosphäre, eine erfrischende Leichtigkeit, die den Film auszeichnet. Ein herrliches Beispiel für sehenswertes Schauspielerkino, von einem Regisseur, der es versteht, seine Protagonisten richtig zu führen. Sehenswert! Christian Gertz



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INHALT

Jamal Wallace ist 16 Jahre alt und ein Glückspilz: Nicht nur auf dem Basketballfeld ist er ein Star. Auch seine Testergebnisse für die alljährlich stattfindenden Prüfungen in der Schule sind so gut, dass einige Privatschulen mit einem Stipendium Schlange stehen. Das macht es dem schwarzen Ghetto Kid aber nicht leichter. Jamal stammt aus der Bronx. Das heißt: Seine Talente muss er gegenüber seinen Freunden verheimlichen: „Dir kann nichts passieren, wenn die anderen merken, dass Du selber nichts hast!“. Aus einer Neugier heraus erkundet er eines Nachts die Wohnung eines alten Mannes. Dem Einsiedler wird die Rolle des unheimlichen Fremdkörpers zuteil, da er sie tagein, tagaus beim Basketballspiel beobachtet. Jamal wird jedoch entdeckt und läßt in Panik seinen Rucksack liegen. Am nächsten Tag wird ihm dieser vor die Füße geschmissen und er findet kritische Kommentare in seinen Notizbüchern, die er im Rucksack deponiert hatte. Aus Neugierde entsteht Interesse. Gegenseitig wollen Täter und Opfer mehr voneinander wissen. Nach einigen Besuchen findet Jamal durch einen Zufall heraus, das der sture Eigenbrötler der berühmte Schriftsteller William Forrester ist.
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