KRITIK

Feuer, Eis und Dosenbier

Feuer, Eis und Dosenbier Viele werden sich fragen, was um alles in der Welt rechtfertigt Platz und Erwähnung eines Filmes, der „Feuer, Eis und Dosenbier“ heißt und von zwei Vollidioten erzählt, die ein bisschen Nonsens in Ischgl machen wollen? Antwort: Humor ist Geschmackssache. Und über Geschmack, das gilt hier wohl besonders, lässt sich bekanntlich besonders gut streiten.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden ähnliche Derivate vom bürgerlichen Feuilleton verrissen oder aus Protest totgeschwiegen. Beim Publikum erfreuten sie sich meist zunehmender Anerkennung. Die kreativen Filmschaffenden reagierten ungehalten, treu dem Motto: Wo ein Markt ist, ist ein Film. Das trifft auf Harry Potter genauso zu wie auf Feuer, Eis und Dosenbier. So wird also auch in Zukunft weiterhin gefurzt, gevögelt und gekotzt werden bis der Arzt kommt, denn das Zielpublikum nimmt es dankbar an. Viele werden das lustig finden. Wie bereits erwähnt: Humor ist Geschmacksache.
Das ist also der falsche, weil wenig erfolgversprechende Ansatz, um über einen Film zu reden. Das eigentlich bemitleidenswerte hier sind die wenig risikofreudigen Produzenten (Hofmann und Voges) und einfallslosen Drehbuchautoren, denen es an Ideen- und Einfallsreichtum mangelt, um mit neuen Ideen zu glänzen, wie es beispielsweise Michael Bully Herbig mit seiner Winnetou Hommage Der Schuh des Manitu gelungen ist.
Intelligenter Humor muss sich nicht an der Fäkalgrenze weit unterhalb der Gürtellinie bewegen, um ein großes Publikum zu erreichen, das scheinen die Verantwortlichen hier noch nicht begriffen zu haben. Hier reicht eine Pseudo-Kriminalgeschichte mit einer Prise James Bond Parodie bei weitem nicht aus, um ein Millionenpublikum jeglicher Coleur vor die Leinwand zu zerren und zu begeistern. Denn irgendwann, so bleibt zu hoffen, wird dieses Crazy-Teenage-Comedy-Genre in Vergessenheit geraten.
Aber eines, das bleibt auf ewig bestehen: Der Eintrag „Feuer, Eis und Dosenbier“ in der Filmographie des verantwortlichen Regisseurs, der einen Film über zwei Vollidioten in Szene setzen durfte (?) und vielleicht im gesetzteren Alter einmal einen anderen Film inszenieren möchte, der nicht zur Aufgabe hat, zwei Volltrottel auf ihrem Weg nach Ischgl mit er Kamera zu begleiten. Christian Gertz



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INHALT

Die beiden Freunde - der vom Kiffen schon leicht vertrottelte Türlich und sein nicht minder chaotischer Kumpel Josch leisten als Rettungshelfer ihren Zivildienst ab. Doch nicht nur das ordnungsgemäße Bewegen eines Krankenwagens stellt die beiden Vollidioten vor eine fast unlösbare Aufgabe. Bei einem missglückten Rettungseinsatz an einem Skihang, verspielen sie bei ihrem Chef den letzten Kredit und werden vom Zivildienst suspendiert.
Für die beiden hieße das: Wehrdienst! Doch das kommt gar nicht in die Tüte. Gerade noch rechtzeitig gelingt ihnen die Flucht ins österreichische Skiparadies Ischgl, wo Türlich einst bei seiner großen Liebe Heidi und dem alten Öhi aufgewachsen ist. In Ischgl, dem selbsternannten Ballermann 6 aller Skiorte angekommen, scheint die Welt wieder in Ordnung. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass die Idylle trügt. Der amerikanische Industriemagnat Tronald Dump will in der schönen Landschaft ein Fun-Park errichten: Aber das passt den beiden Freunden nun gar nicht in den Kram...
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Eure Kritiken zu Feuer, Eis und Dosenbier

  1. Eliza

    grausigWirklich nicht mein Film!

  2. Zivi

    Was für ein Spaßhey leute, über gescvhmack lässt sich ja streiten, ich hatte ja mächtig viel spaß bei und nach dioesem film. schuuuuulzzz!!!

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