KRITIK

FC Venus

FC Venus Wenn Fußballfans ewige Treue schwören, dann ist das nicht bloß so dahingesagt wie beispielsweise vor dem Traualtar. Das Schlachtruf-Versprechen „You’ll never walk alone“ gilt ein Leben lang. Ehrenwort an den Verein. So zögert der junge Paul Bruhn (Christian Ulmen) keine Sekunde, als es gilt, seinem abstiegsbedrohten Kreisklassen-Club Eintracht Imma 95 aus der Patsche zu helfen, dessen Torjäger Glock (gespielt vom St.-Pauli-Torwart Volker Ippig) vor den Pfosten gelaufen ist. Also auf nach Imma!

Problematisch nur, dass Pauls Freundin Anna (Nora Tschirner) sowohl das Fußballspiel als auch die Provinz abgrundtief hasst, weswegen ihr der Wegzug aus Berlin unter Vorwänden schmackhaft gemacht werden muss. Als Anna aber den vermeintlich rasenabstinenten Paul der Lüge überführt, läuft sie Sturm. Mit zehn sportschaugeschädigten und abseits stehen gelassenen Leidensgenossinnen gründet sie den FC Venus, eine zunächst unkoordiniert über den Hügel stolpernde Frauentruppe, die unter dem Motto „Kick it like Klinsmann“ die Imma-Jungs zum Duell fordert. Auf dem Wett-Spiel steht ewiger Fußballverzicht, respektive lebenslange Toleranz des Fantums.

Ja, die Weltmeisterschaft rückt näher, was sich auch im Kino bemerkbar macht, wo es offensichtlich die Frauen zu gewinnen gilt – mit „Fußballgöttinnen“ läuft bereits ein Film zum Nischenthema rundes Leder und Fan-Kurven. Wobei „FC Venus“, Ute Wielands nette Geschlechterkampf-Komödie aus dem Dorfkicker-Milieu, nicht nur eventnah gesehen werden muss – an dem munter-märchenhaften Beziehungs-Match kann man saisonunabhängig Spaß haben. Vorausgesetzt, die naive Machart dieses Männerpfeifen-contra-Powerfrauen-Turniers stört einen ebenso wenig die Überlänge oder ein paar Vereinskneipen-Scherze auf Grasnarben-Niveau. Lust auf gepflegten Sesselsport macht der Film aber allemal.



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INHALT

Einst kickten Steffen und Paul gemeinsam beim Provinzclub Eintracht Imma 95. Dann entschwand Paul mit Freundin und Fußballfeindin Anna nach Berlin, um Karriere zu machen. Nun steht Imma 95 vor dem Abstieg, und Steffen scheut weder Überredungskunst noch Tricks, um Paul zurück aufs Feld der Träume zu manövrieren. Doch Anna stellt eine Bedingung.
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Eure Kritiken zu FC Venus

  1. nina

    spaß, spaß, spaß!ui, was hatten wir für einen spaß! nicht nur weil nora tschirner und christian ulmen ein urkomisches paar abgeben, auch die klischees sind hier absolut angebracht! leichter schmu, der laune macht!

  2. Udo

    Den deutschen Komödien sagt man oft fehlendes Timing nach. Hier wird man eines besseren belehrt. Das Timing stimmt. Ob es am guten Zusammenspiel aller Beteiligten oder am guten Klima bei den Dreharbeiten lag? Egal. Endlich mal wieder eine deutsche Komödie, bei der man aus ganzem Herzen lachen kann. Und nicht nur aus Schadenfreude. Sehr unterhaltsam!

  3. Immawieda

    Ein großer Spaß, Dank der beiden überzeugenden Hauptdarsteller Nora Tschirner und Christina Ulmen, die nicht nur als komisches Paar überzeugen können.

  4. Kalle

    Klasse! Der ideale Film für den Sommer. Habe mich königlich amüsiert. REINGEHEN!

  5. monti

    beste deutsche komödie abgelacht, 90 minuten spass, tolle Darsteller, ein toller ensamble film, sehr gutes timing der Schauspieler. sexy jurji alias andreas guenther

  6. tine

    christian ulmen und nora tschirner sollen noch ganz ganz viele filme zusammen drehen! bei der sushi-szene bin ich fast vom sofa gefallen … grosser spass!

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