KRITIK

Fast and Furious Five

Fast and Furious Five PlakatRöhrende Achtzylinder in Zeiten von steigenden Erdölpreisen, Energiewende und Rohstoffknappheit? Den Highspeed-Freaks um Dom Toretto (Vin Diesel) und Brian O´Connor (Paul Walker) ist das egal. Sie geben wieder einmal kräftig Gas. Vollgas mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. „Anachronistisches Proll-Kino vom Feinsten“ könnte das Urteil vor diesem Hintergrund lauten, hätte nicht Actionfan Justin Lin auch mit dem mittlerweile fünften Teil der Reihe wieder einmal nur seine bösen Jungs mit ihren Spielzeugen von der Leine gelassen, um gegen einen bösen Drogenbaron zu Felde bzw. auf die Rennbahn zu ziehen.

Doch „Fast Five“, wie der Film im Original heißt, ist zur Freude der Fans komplexer. Als das Team Chris Morgen (Drehbuch) und Justin Lin (Regie) mit dem dritten Teil des Franchises das Steuer in die Hand nahm, gingen die Besucherzahlen wieder rauf. Für den erfolgreichen vierten Teil konnten sie Haudrauf Vin Diesel zurückgewinnen, der auf den zweiten Teil wegen abgelehnter Gagenforderungen keine Lust mehr hatte. Zusammen mit dem Rekonvalenszenten Vin Diesel hatte der vierte Teil mit dem schlichten Titel „Fast and Furious“ daraufhin weltweit 360 Millionen Dollar eingespielt.

Nach den Straßenrennen in Tokio (Teil 3) und in Mexiko (Teil 4) geht es diesmal nach Rio de Janeiro. Als Brian und Mia (Jordana Brewster) ihren Freund und Bruder Dom (Vin Diesel) aus einem Gefangenentransporter befreien und damit vorm sicheren Gefängnisaufenthalt retten, taucht das Trio in Südamerika unter. Brian und Mia bekommen von einem alten Bekannten (Matt Schulze) einen todsicheren Tipp für einen lukrativen Auftrag. Hier treffen sie auf Dom, der sich revanchieren und das Paar nur knapp vor der berüchtigten brasilianischen Sicherheitspolizei retten kann. Zusammen mit einem unsympathischen amerikanischen Kopfgeldjäger (Dwayne `The Rock` Johnson), dem erzürnten brasilianischen Auftraggeber (Joaquim de Almeida) und der brasilianischen Sicherheitspolizei potenziert sich die Anzahl der Gegner von Sekunde zu Sekunde. Aber mit lukrativen Daten von einem Chip aus dem letzten Raub entwirft das Trio einen Plan, der so verwegen wie gefährlich ist. Dom Toretto stellt dazu ein Team mit Teilnehmern zusammen, die sich aus allen vorherigen Teilen des Franchises rekrutieren. Schließlich „geht es um die Familie“.

Auch wenn „Family Values“ eine große Rolle spielen, steht natürlich auch im fünften Teil nur eins im Vordergrund: Action, Action und nochmals Action. Und zugegeben, noch nie zuvor hat man atemberaubende Actionstunts und -szenen gesehen oder ist die Actiondichte in einem Teil der Reihe höher gewesen. Zusammen mit den überzeugenden Darstellern aus den vorherigen Filmen, insgesamt drei überzeugenden Handlungssträngen plus den finsteren Gegenspielern Dwayne `The Rock`Johnson und Joaquim de Almeida, setzt „Fast Five“ die Meßlatte also wieder einmal einige Zentimeter höher.



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