KRITIK

Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer Das Publikum, so orakeln Filmkritiker, sei übersättigt von immer aufwändigeren Computer-Tricksereien, die dann doch so unecht aussehen wie die große Flut, die im Flop „Evan Allmächtig“ eine Arche Noah vors Capitol trägt.

Mag sein, dass Special-Effect-Stürme allein nicht mehr genügen, um irgendwen in Erstaunen zu versetzen. Aber das Publikum bleibt so furchterregend unberechenbar wie der galaktische Schrecken, der im „Fantastic Four“-Sequel seine Orkan-Tentakel nach der Erde ausstreckt. Die computergenerierten Bilder dieser Wellenreiter-Apokalypse sind nicht mal auf dem neusten Stand. Wenn etwa Mr. Fantastic seine Gummi-Arme auswickelt, fühlt man sich an die tschechischen Märchenserien der 80er erinnert. Und doch: der von Bernd Eichinger koproduzierte Fantasy-Film zog in den USA genügend Fans an, die das offenbar nicht stört oder die es gar charmant finden. Seltsam, wo doch die Geschichte ebenfalls wenig Spektakuläres bietet.

Regisseur Tim Story (!) lässt die Handlung ein paar Jahre nach Teil eins beginnen. Die „Fantastischen Vier“, also Mr. Fantastic alias Reed Richards, seine Verlobte Sue Storm (Jessica Alba), deren Bruder Johnny, die menschlische Fackel, sowie der Steinmann Ben „The Thing“ Grimm haben mittlerweile eine Superhelden-Firma gegründet und müssen mit den nervigen Begleiterscheinungen ihrer irdischen Prominenz fertig werden.

Man sieht schon: Wo Sam Raimis „Spider-Man 3“ von den Nachtseiten des Ruhms erzählte, schildert Story die Schwierigkeiten des Kleinunternehmertums. Als Running Gag des Films, der recht un-ironisch Seifenopern-Vorbildern folgt, fungiert dabei die stets scheiternde Hochzeit von Reed und Storm, für den Thrill hingegen soll der Silver Surfer sorgen, ein kosmischer Gesell, Vorbote des Untergangs. Allein, der Silbermann sieht nicht bedrohlich aus, sondern wie ein surfender „Oscar“.



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INHALT

Quasi als Todesbote und „Scout“ von Galactus, der ganze Planeten und Universen verschluckt, kommt ein Silver Surfer aus dem All zur Erde angereist, die dem Untergang geweiht scheint. Hier aber gibt es die „Fantastischen Vier“: Reed Richards alias der superkluge Mr. Fantastic, der seinen Körper beliebig dehnen kann, seine Freundin Sue Storm, im Quartett der Superhelden auch als Invisible Woman bekannt, Sues Bruder Johnny, die Human Torch, der als fliegender „Flammenball“ seine Bahnen am Himmel zieht, und schließlich Ben Grimm, den sensationell starken „Steinmenschen“ The Thing. Die drohende Apokalypse passt so gar nicht in die Pläne von Reed und Sue, die bereits mehrfach ihre Hochzeit verschoben haben, verkompliziert aber auch die allgemeinen Grundsatzfragen der Vier, die nicht wissen, ob ihr Team nach der Hochzeit überhaupt noch Bestand haben wird. Als sich dann auch noch ihr alter Widersacher Dr. Doom zurückmeldet, der zum Ende des ersten Films tot zu sein schien, sind erst einmal Krisenmanagement und viel Teamwork angesagt...
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Eure Kritiken zu Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer

  1. Charly

    Schade. Wieder einmal enttäuscht ein sogenannter „Blockbuster“ dieses Jahr. Nach dem sehr guten ersten Teil und der tollen Vorlage war meine Erwartungshaltung riesig. Doch was bekam ich zu sehen? 85min (viel zu kurz) lange Anreihung von unlogischen Handlungsträngen, die keinerlei Tiefe besitzen, zwischendurch ein paar gute Gags und eine Tricktechnik, die seit Transformers aussieht als sei der Film 10 Jahre alt (und vor allem jede!! gute Szene kam im Trailer vor).

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