KRITIK

Fantastic Four

Fantastic Four Wann immer der Münchner Produzent Bernd Eichinger in der internationalen Erwachsenen-Liga mitspielen wollte, kamen in künstlerischer Hinsicht allenfalls Achtungserfolge heraus, wie die Umberto-Eco-Verfilmung „Der Name der Rose“. Wie man weiß, soll in Kürze die von Tom Tykwer inszenierte Weltbestseller-Adaption „Das Parfüm“ Eichingers Macher-Ruf zu neuem Donnerhall verhelfen.

Doch zuvor bringt er eine amerikanisch-deutsche Koproduktion heraus, die auf den ersten Blick an seine grässlich bierernste Zombie-Trash-Serie „Resident Evil“ anzuknüpfen droht, und sich doch als überaus unterhaltsame Comic-Extravaganza entpuppt, die gerade nicht unter Ambitionen-Last zerbricht.

Schon seit zwanzig Jahren besitzt „Untergang“-Schöpfer Eichinger die Rechte an den „Fantastic Four“, einem Marvel-Comic aus den Sechzigern, erdichtet vom legendären Stan Lee, der das goldene Zeitalter der „Spiderman“-, „Hulk“-, „Daredevil“- und „X-Men“-Schmiede einläutete. Immer wieder scheiterte das Film-Projekt, nun endlich hat der eher unbeschriebene Tim Story die Abenteuer der fantastischen Vier im bajuwarischen Auftrag inszeniert. Ohne Stars, dafür mit infantiler Unbekümmertheit.

Erzählt wird die Geschichte des Forschers Reed Richards, der einen Mephisto-Pakt mit seinem Widersacher Victor von Doom schließt, um eine Forschungsexpedition ins All zu finanzieren. Leider aber geraten Reed und seine Truppe dabei in einen kosmischen Sturm, der ihre DNA aufs Verblüffendste verändert. Der Wissenschaftler mutiert zu Mr. Fantastic, dem Mann mit dem Gummikörper, seine hübsche Kollegin und Ex-Geliebte Sue Storm kann sich unsichtbar machen, ihr draufgängerischer Bruder Johnny saust als lebende Fackel durch die Luft, und der treue Buddy Ben schließlich mutiert zu einer kraftstrotzenden Mischung aus Golem und Hulk, „The Thing“ genannt.

Das Quartett in ihrem Kampf gegen den Stahlmann Dr. Doom zu erleben ist vergnüglich, weil Tim Story im Geist der Fans zu Werke geht und weder läppische Tricks noch Albernheiten scheut. Seine Helden sind lachhaft, und deswegen mag man sie.



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INHALT

Vier Astronauten werden im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, was ihnen Superkräfte verleiht - einer kann sich fortan in hundert Meter Länge strecken, eine andere sich unsichtbar machen, der Dritte als menschliche Fackel Feuer kontrollieren, der Vierte sich in einen Muskelprotz verwandeln. Gemeinsam setzen sie ihre Kräfte gegen einen größenwahnsinnigen Wissenschaftler ein.
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Eure Kritiken zu Fantastic Four

  1. Cineast

    Was für ein Spaß! Endlich mal ein Film mit weniger bekannten Gesichtern – ein gelungener Schachzug. Somit wird die Story noch etwas mitfühlender und „zu Herzen gehender“. Klasse!

  2. Klaus

    Hallo, ich bins mal wieder. Ein paar schöne Änderungen habt ihr da, Glückwtunscvh! Als Comicfan musste ich den Film unbedingt sehen und war sehr positiv überrascht. Alles in allem ein sehr netter Comicstreifen. Hab mich gut unterhalten gefühlt.

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