KRITIK

Factory Girl

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INHALT

Edie Sedgewick, siebtes von acht Kindern eines reichen und patriarchalen Ranchbesitzers, wurde schon früh wegen ihrer Anorexie (eine Reaktion auf den sexuellen Missbrauch in ihrer Familie) in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen, zwei ihrer Brüder begingen Selbstmord. Neben ihrer androgynen, fragilen Schönheit und ihrer elfenhaften Ausstrahlung muss dieser dunkle Schatten mit ein Grund für ihre magnetische Aura gewesen sein – zumindest Andy Warhol bemerkte bei ihrer ersten Begegnung fasziniert: „I’ve never seen a girl with so many problems.“ Sedgwick, die in New York als Model und It-Girl bekannt war, avancierte bald zu Warhols „Superstar“, sie trat mit ihm gemeinsam bei öffentlichen Anlässen auf, spielte in zahlreichen seiner Filme mit, u.a. in „Poor Little Rich Girl“ (1965), der schon im Titel so etwas wie eine Vorahnung in sich trägt. Nach knapp einem Jahr kam es durch die Bekanntschaft mit Bob Dylan und einem geplanten Filmprojekt zum Bruch mit Warhol – diese Verwerfung, die einem Ausschluss aus der Factory gleichkam, verstärkte ihre Drogensucht, es folgte ein selbstzerstörerischer Absturz.
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