KRITIK

Erkan und Stefan gegen die Mächte der Finsternis

Erkan und Stefan gegen die Mächte der Finsternis Eines Tages wird alles anders, ganz bestimmt. Erkan und Stefan, die radebrechenden Döner-Brüder aus der Bayern-Metropole, werden sich die geleckten Oberlippenbärte rasieren, die versilberten Goldkettchen ablegen, ihre Trainingsanzüge gegen Zivilkleidung tauschen, sprechen lernen und wundervollen Sex haben. Bald.
Was den MTV-Kaspern „Beavis & Butthead“, ihren Wesensverwandten in punkto Körperpflege und Kommunikationskultur, Zeit ihres pubertären Comic-Lebens nicht gelang, das mögen bitte die Münchner Hip-Hop-Stammler aus dem krassen Grammatik-Ghetto vollenden. Den ersten Teil der Vollproll-Burleske um die berufsdebilen Kabarettisten Erkan Maria Moosleitner und Stefan Lust inszenierte Weiland Michael „Bully“ Herbig, der jedoch nach seinem Sensations-Durchbruch mit der rosaroten Prärie-Posse „Der Schuh des Manitu“ lieber eigene Projekte realisiert – angefeuert durch drei deutsche Filmpreise, überreicht vor einer konsternierten Fachgemeinde.
Wer jedoch bei Erkans und Stefans ambitionierter Filmreihe zur Pisa-Studie die Anweisungen hinter der Kamera erteilt, das erscheint zweitrangig. Und dass zwischen den Geschmäckern von Kritik und Publikum bisweilen ein Grand Canyon gähnt, ist ebenfalls geläufig.
So verlangt der Inhalt des von Axel Sand inszenierten Deppen-Sequels, eine Mischung aus „Indiana Jones“- Unsinn und Horror-Farce im „Tanz der Trottel“-Stil, kaum nach Interpretations-Furor. Auch der Frage, ob das Ex-Model Bettina Zimmermann komödiantisches Talent beweist, muss nicht lange nachgespürt werden. Nein, nichts kann sie, aber gefordert wird sie eh nur in dekorativer Hinsicht. Wer indes Erkans und Stefans wortschöpferische Irrwege sowie die Verwitzelungen der homophoben Rapper-Coolness schätzt, wird ab und an lachen.. Patrick Wildermann



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INHALT

Sie sind wieder da: Erkan und Stefan, die zwei Chaoten mit versilberter Goldkette und der absoluten Brainpower. Dieses Mal stellen sie sich den Mächten der Finsternis entgegen und halten das Schicksal der gesamten Welt in ihren krassen Händen. Vorerst aber zieht das Elite-Duo des Lumpen-Proletariats weiter auf der rastlosen Suche nach geistig ebenbürtigen und körperlich überlegenen Frauen, im Fachjargon zärtlich "Bunnys" genannt, durch die Krawall-Discos und probiert Verführungs-Bonmots, die sicher selbst Jürgen Drews zu peinlich wären.
Doch siehe da, die hochgeheimen Charmeur-Qualitäten und mentalen Kräfte Erkans und Stefans kommen auf ungeahntem Wege zum Vorschein. Per Gelegenheits-Diebstahl fällt ihnen ein antiker Dolch in die verschwitzten Hände, der die Jahrtausende alte, indes bestens konservierte Hüterin des Guten, Tana, beherbergt. Leider nur verschlägt es auch deren finsteren Gegenpart, den herrschsüchtigen Hexenmeister Kartan, in die heutige Primitiv-Sphäre der bajuwarischen Hinterhöfe, wo nun unter der verständnislosen Führung der videospielversierten Duden-Demonteure ein Kampf um den Fortbestand der freien Menschheit ausgetragen wird. Erkan und Stefan ist die Welt außerhalb ihrer Playstation zwar prinzipiell gleichgültig, doch der jungfräuliche Dolch-Geist hat ihnen für den Fall der geglückten Kosmos-Rettung eine brontal heiße Liebesnacht versprochen.
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Eure Kritiken zu Erkan und Stefan gegen die Mächte der Finsternis

  1. Udo

    Gesehen..nach Endspiel voll gewesen und trotzdem für schlecht befunden. 3 Lacher über 90 Minuten, das icst echt zuwenig. aber headnut.tv ist ja auch nicht mein fall..

  2. Grovvy

    Nee..was´n Scheiss, headnut.tv ist mittlerweile langweilig, Erkan und Stefan Teil 1 war nett aber jetzt hab ich auch keinen Bock mehr auf den scheiss..

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