KRITIK

Eine Insel namens Udo

Plakat Eine Insel namens UdoIst er das wirklich? Er berlinert nicht, er trägt keine Brille, und er überrascht auch nicht mit schroffen Unhöflichkeiten: Ja, es ist Kurt Krömer, der skurrile Fernseh-Talk-Comedian mit Grimme-Weihen. Für seine erste Kinohauptrolle hat er sich sehr zurück genommen. Er spielt als Krömer nicht Krömer, so wie Otto in allen Otto-Filmen immer Otto spielte. In „Eine Insel namens Udo“ ist er der Mann ohne Eigenschaften. Seine Figur Udo ist krank. Er leidet an „Schwersichtbarkeit“ und ist der Wahrnehmung durch seine Umwelt entzogen. In der Wirklichkeit des Films heißt das: Erst, wenn er andere berührt, wird er gesehen. Oder wenn er verliebt ist.

Zunächst macht sich der Film – in der Regie des Debütanten Markus Sehr – einen Spaß daraus, Udos Leben mit diesem Leiden auszumalen. Er hat einen idealen Job als Kaufhausdetektiv, schläft nachts in einem Zelt in der Sportabteilung und trinkt Kunden unbemerkt den Kaffee aus der Tasse. Wie Krömer das spielt, mit der gekonnt linkischen Slapstickhaftigkeit des vereinsamten Sonderlings, das hat fast schon was Buster- Keaton-Ähnliches.

Dann tritt die wunderliche Hotelfachfrau Jasmin in sein Leben, gespielt von der stets sehenswerten Fritzi Haberlandt. Sie kann ihn sehen, beide werden ein Paar, über diverse Umständlichkeiten hinweg. Und die sind das Problem: Von nun an stolpert der Film viel zu übliche Wege entlang, um noch für Überraschungen zu sorgen. Wie eine ungelenk kompilierte Sketchparade mutet der Film bald an, bei der nur jeder dritte Gag wirklich zündet. Am besten ist der Film dagegen immer dann, wenn er seine Komik aus den eigentlich tragischen Lebensumständen seiner einsamen Protagonisten zieht, das Peinliche mit dem Rührenden kurzzuschließen. Mit etwas mehr Mut, das konsequent durchzuziehen, hätte das durchaus eine große Komödie werden können. So bleibt es eine unterhaltsame Sketch-Parade.



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INHALT

Udo hat eine ganz besondere Eigenschaft: Er leidet unter "Schwersichtbarkeit", er wird von allen Menschen übersehen, einfach nicht wahrgenommen. Der Beruf des Kaufhausdetektivs ist daher wie für ihn geschaffen - Udo ist ein Meister seines Fachs! Und weil ihn sowieso keiner sieht, wohnt er unbehelligt in der Sportwarenabteilung in einem Zelt. Dort hat er es sich auf seiner "Insel" bequem gemacht. Bis eines Tages Jasmin auftaucht: Sie ist der erste Mensch, der Udo sofort wahrnimmt. Die ehrgeizige Hotelmanagerin wirbelt sein bislang geregeltes Leben kräftig durcheinander, und Udo hat zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch. Doch die Liebe zwischen den beiden hat ungeahnte Auswirkungen: Udo ist nun plötzlich für alle sichtbar - ein Umstand, mit dem er nicht richtig umzugehen weiß.
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