KRITIK

E.T. – Der Außerirdische

E.T „E.T.“ ist längst ein Klassiker des kindlich-kuscheligen Märchenkinos, was allerdings nicht automatisch bedeutet: ein guter Film. Steven Spielbergs mittlerweile zwanzig Jahre alte extraterrestrische Freundschaftsfabel, die nun in digital überarbeiteter und minimal prolongierter Fassung einer nachgewachsenen Generation sehnsüchtiger Stern-Schnupperer vorgeführt wird, geht sicherlich auch heute noch zu Herzen.
Zu niedlich ist die watschelnde Ausgeburt der fantasieversessenen Gefühls-Industrie Hollywoods geraten, als dass man nicht Anteil an ihrem Aussiedler-Schicksal auf dem kalten Planeten Erde nähme. Und wenn der kulleräugige Weltraum-Knirps seine legendäre Heimweh-Bekundung „E.T. nach Hause telefonieren!“ in den Äther schnarrt, dürften die jungen Zuschauer gerührt ihre Handys an sich pressen, während bei älteren wehmütige Erinnerungen an 80er-Jahre-Scherze über astronomische Telefonrechnungen geweckt werden.
Die wenigen hinzugefügten Sequenzen – unter anderem eine Badewannen-Planscherei des Außerirdischen – bereichern Spielbergs Schmunzelmonster-Ballade indes kaum. Auch besaß der Fahrradflug im Vollmondschein unter vorsintflutlichen Tricktechnik-Bedingungen einen urig-holprigen Charme und bedurfte gewiss keiner Digitalüberholung. Einen besonders zwiespältigen Eindruck hinterlässt heute jedoch der behauptet-naive Blick des Regisseurs, der vorbehaltlos die kindliche Unschuld feiert und die Erwachsenen als Bedrohung bloß unterhalb der Gürtelline zeigt. Patrick Wildermann



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INHALT

Er hat schlicht und einfach den Abflug seines Raumschiffes verpasst und irrt jetzt durch eine Welt, die er nicht kennt, die ihm unheimlich und bedrohlich vorkommt. Er, nennen wir ihn E.T., den Außerirdischen, ist ein Pechvogel auf der dringenden Suche nach einer Möglichkeit, mit seinesgleichen in Kontakt zu treten. Er will wieder abgeholt werden von diesem Planeten, den wir als die Erde kennen.
Es ist dunkel und E.T. findet in einem Geräteschuppen Unterschlupf. Hier trifft er auf ein für ihn seltsames Wesen. Es ist größer als der kleine Außerirdische mit den großen Augen und dem Leuchtfinger, es läuft auf zwei Beinen und spricht mit einer für E.T. nicht verständlichen Sprache. Aber dieses Wesen, der zehnjährige Elliott aus der Gattung Mensch, ist freundlich zu E.T.
Elliott nimmt E.T. mit ins Haus. Dort lebt Elliott zusammen mit seiner Mutter Mary, seiner jüngeren Schwester Gertie und dem älteren Bruder Michael. Der Vater hat die Familie vor geraumer Zeit verlassen.
Elliott stellt E.T. seinen Geschwistern vor, die überrascht von der hohen Intelligenz und der Auffassungsgabe des fremden Wesens sind. E.T. findet sich schnell in dieser neuen Welt zurecht. Er lernt die Sprache der Menschen, erfährt was ein Kühlschrank ist und was ein Zuviel an Bier bedeutet, er ist verblüfft von amerikanischen Fernsehprogrammen und er beginnt aus Technik-Schrott einen Funkapparat zu bauen. Damit will er „nach Hause“ telefonieren. Dringend, wie schon gesagt....Es gelingt E.T. unter Mithilfe seiner neuen Freunde auch tatsächlich, einen Funkspruch ins All abzusetzen.
Doch ganz so harmonisch läuft E.T.‘s Besuch auf unserem Planet in der Folge nicht ab. Die NASA, die die Landung des fremden Raumschiffes und dessen Start registriert hatte, ist auf der Suche nach E.T. – und man ist dabei erfolgreich.
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Eure Kritiken zu E.T. – Der Außerirdische

  1. Cineclass

    Immer wieder ein..großes Filmerlebnis. Auch nach 20 Jahren noch kein bißchen angestaubt.. Märchenonkel Steven Spielberg rührt zu tränen und kurbelt damit kräftig die Taschentuchindustrie an..:-) Der Film hat nichts an seinem Glanz verloren. Auf der großen Leinwand immer wider ein klasse Erlebnis

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