KRITIK

Duell der Magier

Duell der Magier Die einen oder anderen werden sich vielleicht noch erinnern: Nicolas Cage hat mal einen Oscar gewonnen – als melancholischer Säufer in „Leaving Las Vegas“. Mittlerweile muss man seine Filme einteilen in jene, in denen seine „Reiß die Augen auf und fuchtel heftig mit den Armen“-Nummer unpassend wirkt, und in jene, in denen sie am richtigen Ort ist.

Zuletzt gab es zugegeben mehrere Filme der zweiten Kategorie: Werner Herzogs grandios aus der Spur gerutschtes Quasi-Remake von „Bad Lieutenant“ etwa oder die Kinder-Action von „Kick-Ass“. Und ja, auch in seiner neuen Rolle als verlotterter Merlin-Nachfolger im Kampf gegen böse Hexer wäre subtiles Spiel fehl am Platze.

Der Originaltitel beschwört Goethes „Zauberlehrling“, doch mit der berühmten Ballade hat der Budenzauber aus Jerry Bruckheimers Krawall- Fabrik nur sehr am Rande etwas zu tun. Eher standen „Harry Potter“ und „Percy Jackson“ Pate: Der unbedarfte Jungstudent Dave (Jay Baruchel) erfährt, dass er seit einem unglücklichen Vorfall in seiner Kindheit als „Next Merlin“ gilt und die Welt retten muss. Was denn auch sonst.

Das „Duell der Magier“ bestreitet aber vor allem Cage als Zauberlehrer Blake; Dave hetzt eher unbeteiligt zwischen den allfälligen Destruktionen hindurch. Seine Magie-Ausbildung wird von Regisseur Jon Turteltaub (der mit Cage auch die „Vermächtnis“-Filme drehte) reichlich knapp abgehandelt, eine pflichtschuldige Hommage an Goethe und die verflixte Besen-Horde aus Disneys „Fantasia“ inklusive. Der Rest besteht aus übertrieben krawalliger (Zerstörungs-)Action, galoppierenden CGI-Effekten, dem Kampf gegen blasse Böse (Alfred Molina und Alice Krige) und vielen verheizten Nebendarstellern: Neben „Rock´n´Rolla“ Toby Kebbell als irre Magier-Parodie läuft auch mal Monica Bellucci durchs Bild.

Doch abgesehen von ein paar wenigen charmanten Einfällen will Magie sich in diesem Film einfach nie einstellen: Das lohnendere Zaubererduell ist nach wie vor Christopher Nolans „Prestige“.



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INHALT

Moderner Zauber mitten in New York: Balthazar Blake ist ein Meister seines Fachs, doch selbst er kann nicht mehr garantieren, die Stadt vor dem Bösen zu retten. Da stolpert der arglose zehnjährige Dave Stutler in seinen Kuriositätenladen. Balthazar erkennt in dem Jungen das Potential, ein ganz großer Magier zu werden. Doch der erweist sich erst einmal als Chaot und setzt versehentlich Balthazars Erzfeind Horvath aus seinem langjährigen Gefängnis frei. Die Wege von Balthazar und Dave kreuzen sich zehn Jahre später wieder. Dann beginnt Dave, zu einem ungelenken Physikstudent herangewachsen, seine Ausbildung als Zaubergeselle, die er bald dringend nötig hat.
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Eure Kritiken zu Duell der Magier

  1. Udo

    Genre-Kino mit einigen wenigen kleinen Überraschungen. Nicolas Cage spielt seinen Stiefel herunter, Jay Baruchel den obligatorischen Schlaffi und der Rest ist eigentlich egal. Vieles erinnert an Potter und Co,. bis auf wenige nette Einfälle kann man sich dieses wenig magische Filmchen durchaus schenken.

  2. RobbyTobby

    Harmloser Zauberer-Spaß mit paar netten Einfällen. kann man sich eigentlich getrost schenken.

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