KRITIK

Drag me to hell

Drag me to hell Eigentlich sollte man annehmen, dass sich jemand, der mit den Dämonen der Unterwelt verkehrt, nicht sonderlich um die Ratenrückzahlung eines Kleinkredits scheren müsste. Doch genau mit solch finanzieller Unbill beginnt hier der Horror: Eine alte Roma-Matrone bekommt den Kredit gestrichen und verflucht die Sachbearbeiterin: Drei Tage wird die aufstrebende Karrieristin (leidensfähig: Alison Lohmann, „Big Fish“) von einem Dämon getriezt, dann soll sie, titelgemäß, in die Hölle hinabgezogen werden.

Wie ein sarkastischer Kommentar auf die derzeit sowieso verfluchte Finanzwelt mutet das an, was „Spiderman“-Regisseur Sam Raimi hier, sozusagen als Verschnauf-Inszenierung vor dem anstehenden vierten Teil der Spinnenmannreihe, lustvoll retro-bunt angerichtet hat. Raimi galt früher ja als Erneuerer des Horrorfilms aus dem Geist des selbstironischen Splatter-Movies: Sein „Tanz der Teufel“ (1981) fand längst Aufnahme in diverse Museen für moderne Kunst. Sein Kurztrip in die eigene Vergangenheit ist ihm geglückt: „Drag me to Hell“, schleimbesudelt wie eine Mischung aus Stephen Kings „Fluch“ und Tim Burtons „Beetle­juice“, ist zwar nicht unbedingt originell, aber ein schauerlicher Heidenspaß. Besonders für Horrorfans, die der ewigen „Saw“-Sägerei müde sind.



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INHALT

Die Bankangestellte Christine Brown ist eine gute Seele, was sich als nachteilig erweist, wenn es um die kritische Vergabe von Krediten geht. Zumindest wird sie von ihrem Chef Mr. Jacks gedrängt, härter mit den Kunden umzugehen. Weshalb Christine entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung einer alten Zigeunerin trotz ihres Flehens und Bettelns ein Darlehen verweigert. Die Zigeunerin reagiert mit Hass und schwört Christine, in drei Tagen würde sie zur Hölle fahren. Kurz darauf ereignen sich merkwürdige Ereignisse.
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