KRITIK

Dinner für Spinner

Dinner für Spinner Auf der zusehends verzweifelteren Suche nach Komödienstoffen ist Hollywood mittlerweile bei zwölf Jahre alten französischen Filmen angekommen: „Dinner für Spinner“ war in Frankreich ein Hit, lief bei uns aber nur kurz. „Austin Powers“-Regisseur Jay Roach tackerte fürs Remake jetzt die Leuchten der aktuellen US-Comedywelt zusammen: Steve Carell als Abgesandten aus der Judd-Apatow-Welt, einen Komiker aus „Flight of the Conchords“, Zoten, Slapstick und am Ende triefende Moral. Und das funktioniert.

Die Anzahl der Lacher ist hoch, streckenweise kann man den Film als garstigen Kommentar aufs Big Business lesen. Da lädt ein Firmenchef ehrgeizige Mitarbeiter zum Dinner ein, nötigt sie aber, möglichst groteske Spinner mitzubringen, über die die Runde sich mokieren kann. Was natürlich auch der Film tut – eine Schizophrenie, geht es ihm doch eigentlich darum, den Zynismus der Ladenden bloßzustellen.

Jay Roach entstaubt geschickt das französische Original und liefert zwei unterhaltsame Komödienstunden mit einer großen Anzahl nicht ernst zu nehmenden Lachnummern.



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INHALT

Das Dinner für Spinner ist alles was Tim noch braucht, um es ganz nach oben zu schaffen. Der gut aussehende, reiche und erfolgreiche Nachwuchs-Manager hat alles, was man sich wünschen kann - doch er will noch mehr. Eine optimale Gelegenheit zum Aufstieg ergibt sich, als sein Chef ihn zu seinem legendären Dinner für Spinner einlädt, bei dem jeder Gast in der Begleitung einer möglichst verrückten Person erscheinen muss.

Seine anfänglichen moralischen Bedenken überwindet er schnell, als er Barry kennenlernt, der gern Mäuse ausstopft, ihnen Kleider anzieht und in der Art berühmter Gemälde arrangiert: So eine verrückte Nuss hat er noch nie gesehen. Tim ist überzeugt, dass er mit einem Spinner wie Barry problemlos den herausragendsten Eindruck beim Dinner für Spinner machen wird. Doch Tim ahnt nicht, auf was er sich hier einlässt. Einen wahnsinnigen Spinner wie Barry kann auch er nicht kontrollieren und so wird aus dem Dinner ein Abenteuer, dessen Folgen er selbst in seinen wildesten Träumen nicht vorausahnen konnte.
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Eure Kritiken zu Dinner für Spinner

  1. Christian

    Ein Tierpräparator (Steve Carell) kämpft um Anerkennung für die Idioten dieser Welt. Austin-Powers Regisseur Jay Roach verpasst der dekadenten Finanzwelt einen Seitenhieb, der mit dem Festbankett (das es im Übrigen im erfolgreichen franz. Original nicht gab) in einem Kuriositätenkabinett kulminiert. Schwer verdaulich, da sehr überzeichnet. Selbst Steve Carell sägt hier mehr an den Nerven als an den Lachmuskeln. Nach 20 Minuten wird jeder die Fernbedienung und den Ausschaltknopf suchen.

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