KRITIK

Die Schlümpfe 3D

Filmplakat Die SchlümpfeDie niedlichen blauen belgischen Zipfelmützenträger werden erwachsen. Wer? Na, die Schlümpfe! Jeder kennt sie, viele lieben sie. Dieses kollektivistisch und autark lebende kleine Völkchen blauer Däumlinge, das 1958 der Feder des belgischen Comiczeichners Pierre `Peyo` Culliford entsprang. Vader Abraham hatte sie 1978 besungen und in einer TV-Serie sowie in einem Kinofilm („Die Schlümpfe und die Zauberflöte“) wurden sie schon gefeiert. Auch zahllose Heftchen und diverse Editionen von Plastikfiguren gingen über die Jahre bereits durch unzählige Kinderhände. 35 Jahre nach ihrem letzten Leinwandauftritt, in einer an guten Geschichten so armen aber neuerdings dreidimesionalen Kinozeit, prüft Sony erneut das Leinwand-Potenzial des kleinen Völkchens. Weitere Vermarktung nicht ausgeschlossen.

Wie bereits bei „Scooby Doo“, „Garfield“ und Co. bemühte das Team um Raja Gosnell einmal mehr den bekannten Mix aus Live-Action und CGI-Animation und lässt die überzeugend animierte Truppe durch die reale Welt tapsen. In diesem Fall werden die hinter einem geheimen Vorhang lebenden Mützenträger auf das heutige New York losgelassen. Durch Zufall war es dem bösen Magier Gargamel (live und in „echt“:Hank Azaria) gelungen, nach Schlumpfhausen einzudringen. Eine wüste Verfolgungsjagd ist die Folge, und durch ein magisches Tor plumpst eine Handvoll der kleinen blauen Kerle in unsere Welt. Sie landen im New Yorker Central Park. Slapstick, Situationswitz, Malheure und Mißgeschicke inklusive.

Szene aus dem Film Die SchlümpfeIn New York angekommen, bauten die „Shrek 2“-Autoren J. David Stem und David N. Weiss einen zweiten Handlungsstrang auf: Die Schlümpfe finden Unterschlupf bei dem jungen Marketingexperten (!) Patrick (Neil Patrick Harris), der beruflich sehr unter Druck steht. Zudem erwartet seine Frau Grace (Jayma Mays) ein Kind. Wird Patrick ein guter Vater sein? Vaterfreuden, Schlümpfe, Kind… genau, bei diesem doppelsinnigen Wortwitz dürften auch die Eltern im Publikum ihren Spaß haben. Wie schon bei Jason Lee und seinen „Chipmunks“ (2007), haben es die Drehbuchautoren verstanden, die Real- und Trickfiguren gut miteinander in Beziehung zu setzen. Das sorgt für großen Spaß bei Jung und Alt.

Auch wenn sich die Geschichte von Kapriole zu Kapriole und von Malheur zu Malheur hangelt, machen neben dem passend heiteren Soundtrack von Heitor Pereiras und dem sehr bunten Dekor von Bill Boes selbst die sehenswerten 3-D-Effekte Sinn, sobald die kleinen blauen Zipfelmützenträger durch die Lüfte fliegen. Das wird nicht nur bei den ganz Kleinen für ganz große Augen sorgen. Die Allerkleinsten, unter 8 Jahren abwärts, sollte man vor diesem kalkulierten Kommerz allerdings beschützen. Es reicht, wenn die Größeren – Nicht-Merchandising-Verrückten-Fans – ihren Spaß haben. Und der ist hier garantiert. Es hat sich noch lange nicht ausgeschlumpft.

 

Kritikerspiegel: Die Schlümpfe 3D



Dimitrios Athanassiou
Moviemaze.de
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Sebastian Büttner
It´s just a film
2/10 ★★☆☆☆☆☆☆☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Bernhard Trecksel
Die Wochenschau
3/10 ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 


Sascha Westphal
epd film, Die Welt, FR
1/10 ★☆☆☆☆☆☆☆☆☆ 


Durchschnitt
4/10 ★★★★☆☆☆☆☆☆ 





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Eure Kritiken zu Die Schlümpfe 3D

  1. Ralf

    Uns als Schlumpf-Fans hat der Film sehr gut gefallen. Er verrät nicht die Figuren zugunsten neuer 3-D Technik-Spielereien und bietet durch die beiden Handlungsstränge kurzweilige Unterhaltung. Ein rundum gelungener Familienspaß, Klasse!

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