KRITIK

Devil Inside

Plakat zum Film Devil InsideLangsam nerven sie – nicht nur Freunde des Genres – diese ewig gleichen Billig-Horrorfilme, die den subjektiven Blick „authentischer“ Doku-Kameras übernehmen und damit vermeintlich echte Einblicke in mysteriöse Abgründe vortäuschen. Was 1999 mit dem Low-Budget produzierten Überraschungserfolg „Blair Witch Project“ gruselig begann und dann 2007 mit „Paranormal Activity“ von Oren Peli oder nur ein Jahr später „Cloverfield“ von Matt Reeves und zu späteren Höhepunkten führte, ist längst zur Masche verkommen – „reduce to the max – William Brent Bell markiert mit seinem „Devil Inside“ in dieser Reihe sicher den Tiefpunkt.

Das Interessanteste an dieser No-Name-Produktion ist noch, dass sie dank einer viralen Internet-Werbekampagne am US-Startwochenende (6. Januar 2012) überraschend die Kassen klingeln ließ. Allerdings fielen die hohen Erwartungen noch am selben Wochenende wieder in sich zusammen: Die dreist zusammengeklaute Story einer jungen Dokumentarfilmerin, die nach Rom reist, dort das Treiben zweier halbseidener Teufelsaustreiber verfolgt und die Unschuld ihrer in einer vatikanischen Psychiatrie einsitzenden Mörder-Mutter zu beweisen sucht, lockt niemanden mehr hinterm Ofen hervor.

Szene aus dem Film Devil InsideZumal es der Geschichte und der Inszenierung (Drehbuch und Regie: William Brent Bell) nicht gelingen, Spannung zu erzeugen – da können sich die Besessenen (Suzan Crowley, Bild rechts) noch so verrenken, kann die Kamera noch so wackeln. Öder war Horror selten. Schnell vergessen.

  

 



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INHALT

m Jahr 1989 geht in einer Notrufzentrale ein schockierender Notruf ein, in dem Maria Rossi (Suzan Crowley) erklärt, sie habe drei Menschen ermordet. Aufgrund ihres debilen Erscheinungsbildes wird sie als geisteskrank in eine italienische Hochsicherheitsklinik für psychisch kranke Straftäter eingewiesen. 20 Jahre später reist Marias Tochter Isabella (Fernanda Andrade) nach Italien, um herauszufinden, was wirklich mit ihrer Mutter und in der Nacht, in der sie getötet hat, geschehen ist. Doch die Frau, die Isabella auffindet, gleicht in keinster Weise der Frau, die sie kannte. Maria stößt ständig grauenerregende Schreie aus und ihr Körper ist über und über mit grauenvollen Schnitten übersät. Isabella wendet sich an die beiden Exorzisten Ben (Simon Quarterman) und David (Evan Helmuth), die ihre Mutter mit ihrer unkonventionellen Art helfen sollen. Doch der Exorzismus geht schief ...
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