BLOG

Aug 2012
03
„Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière

Seit dem „Gott des Gemetzels“ haben kammerspielartige Bourgeoise-Zertrümmerungen zahreiche neue Fans gewonnen. Wie in Polanskis Theater-Verfilmung treffen sich auch in „Der Vorname“ fünf wohlhabende Akademiker und Unternehmer in einer geräumigen Pariser Altbauwohnung, um sich gegenseitig die bürgerlich verbildeten Vorurteile und ideologischen Lebenslügen unter die Nase zu reiben – in geschliffenen Theaterdialogen, denn Grundlage war auch hier ein Bühnenstück, das dessen Autoren Alexandre de la Patellière und Matthieu Delaporte nun persönlich verfilmt haben. Auslöser des Scharmützels ist die als Scherz gemeinte Ankündigung des werdenden Vaters Vincent (der Chansonnier Patrick Bruel), seinen Sohn „Adolphe“ nennen zu wollen: Mon dieu! Fährt der Mann nicht auch ein deutsches Auto, nur 67 Jahre nach Hitler? Es entspinnt sich ein amüsantes, in letzter Konsequenz zu harmloses Dialogstück, das seine Bühnenherkunft nie vergessen machen kann.



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Blog, Kritik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kritik schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*