KRITIK

Das Glück an meiner Seite

Bild (c) Koch Films GmbH.

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Kein Monat im Kino vergeht derzeit ohne Krankheits- oder Sterbedrama. Nachdem in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ dem an ALS erkrankten Physiker Stephen Hawking ein Denkmal zu Lebzeiten gesetzt wurde und Julianne Moore als „Still Alice“ jüngst erst Alzheimer zum Opfer fiel, ist nun wieder ALS das Thema. Vielleicht hat die in den sozialen Netzwerken ausgetragene „Ice Bucket Challenge“ also doch geholfen, das Thema nachhaltig auf die Agenda zu setzen: Damals gossen sich Hinz, Kunz und Leo DiCaprio solidarisch einen Eimer Eiswasser über den Kopf und stellten das jeweils dazugehörige Video online.

Nun ist es „Million Dollar Baby“-Star Hilary Swank, die im Verlauf einer Spielfilmlänge den schauspielerischen Bogen von der glücklichen Ehefrau eines Erfolgsmanns (Josh Duhamel aus den „Transformers„-Filmen) zum Pflegefall im Endstadium der Amyotrophen Lateralsklerose spannen darf. Auf dem Weg dahin zerbricht ihre Ehe. Dafür werden die penible Luxus-Patientin Kate und ihre chaotische Pflegerin Bec (Emmy Rossum aus „The Day After Tomorrow„) zu „ziemlich besten Freundinnen“.

Szene_dasglueckanmeinerseiteTatsächlich hat der Film mit der französischen Erfolgskomödie einiges gemein, obgleich es hier deutlich weniger klamottig zugeht. Witzlos geht es aber auch nicht zu: Swank und Rossum sind dabei das große Plus, da sie dankenswerterweise auf übertriebene Tränendrüsendrückerei verzichten. Leider aber denkt Regisseur George C. Wolfe („Das Lächeln der Sterne“) nicht daran, auch nur einen Millimeter von den üblichen dramaturgischen Fixpunkten abzuweichen. Und warum sich Krankheitsgeschichten aus Hollywood grundsätzlich im Milieu der gut Betuchten und bestens Versorgten abspielen müssen, wäre auch mal eine Analyse wert.

 

 

 



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INHALT

Für die glücklich verheiratete und erfolgreiche Pianistin Kate (Hilary Swank) ändert sich von einem Moment auf den anderen alles, als sie die Diagnose ALS erhält. Als Pflegerin engagiert Kate aus der Reihe der hochqualifizierten Bewerber ausgerechnet die chaotische Bec (Emmy Rossum), die mit ihrer direkten und frischen Art so gar nicht in das wohlgeordnete Leben von Kate zu passen scheint. Kates Mann Evan (Josh Duhamel) versteht die Welt nicht mehr. Alles spricht gegen die chaotische Studentin, die keinerlei Pflegeerfahrung hat und ein wildes Leben führt ohne Verantwortung übernehmen zu müssen. Kate vertraut ihrem Instinkt und setzt sich gegenüber ihrem Mann durch. Wie sich zeigt zu Recht, denn Bec erweist sich nicht nur als humorvolle und unkonventionelle Pflegerin, durch sie lernt Kate auch völlig neue Seiten von sich kennen. Bec bringt Lebensfreude, Leichtigkeit und Zuversicht in den überaus disziplinierten Alltag von Kate. Aus den so gegensätzlichen Frauen werden ziemlich schnell beste Freundinnen. Eine Freundschaft, die sich selbst dann noch bewährt, als beide an ihre Grenzen gelangen ... (Text: Koch Media)
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