KRITIK

Das gibt Ärger

Plakat zum Film Das gibt ÄrgerReese Witherspoon versucht seit Jahren einen Part zu ergattern, der ansatzweise an ihren oscargekrönten Auftritt als June Carter Cash in „Walk the Line“ (2005) heranreicht. Doch auch in ihrer neuen Rolle als Produkttesterin Lauren springt kaum mehr als Augenrollen als schematische Gebrauchsromantik heraus, zumal sie in dieser allzu routinierten Actionklamotte erneut nur das Objekt der Begierde sein darf.

Im Zentrum des Geschehens stehen zwei CIA-Agenten. Der smarte Ami FDR Foster (der heißt wirklich so) und der sogar noch smartere Brite Tuck sind beruflich so lässig aufeinander eingespielt wie einst Mel Gibson und Danny Glover in den „Lethal Weapon“-Filmen. Doch das Drehbuch fädelt es mit ächzendem Konstruktionsrumoren so ein, dass sich beide ausgerechnet in dieselbe Frau verlieben: Lauren.

Szene aus dem Film Das gibt ÄrgerDer Originaltitel des Films behauptet gar: „This ­means war“. Doch dieser Krieg ist ein augenzwinkernder: Tuck und FDR setzen den gesamten CIA-Apparat mit all seinen hochgerüsteten Tricksereien in Bewegung, um Laurens Vorlieben auszuspionieren und sich hernach als einfühlsame Kenner ihrer Sehnsüchte zu profilieren. Lauren ahnt davon natürlich nichts (!), genießt aber die Zweifachbezirzung.

Amüsant ist das nur selten. Eher klamottig, aufdringlich. Meistens bleibt das, was „Charlie’s Angels“-Regisseur McG (der Mann heißt wirklich so) da ziemlich laut und penetrant an Szenen ineinanderschiebt, eher fad. Während sich Witherspoon ihre Auftritte auch noch von Late-Night-Talkerin Chelsea Handler stehlen lassen muss (die spielt ihre freche Freundin Trish), bleiben „Star Trek“-Kirk Chris Pine und der künftige Batman-Bösewicht Tom Hardy als Konkurrenzverliebte im Charmiermodus eher eindimensional. Den Vogel schießt natürlich Til Schweiger ab: In einer aufgepfropften Nebenhandlung gibt er mit stierem Blick einen rachsüchtigen deutschen Schurken. Dessen Name: Karl Heinrich. Und der heißt wirklich so.

  

 



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