KRITIK

Daddy ohne Plan

Daddy ohne Plan Man dachte ja mal, die Ära der Muskelmänner im Kino sei passé. Und noch viel überholter seien jene Komödien, in denen Kraftprotze ihre weiche Seite entdecken. So was wie der schwangere Schwarzenegger in „Junior“ oder Sylvester Stallone in „Stop! Oder meine Mami schießt“. Falsch gedacht!

Dwayne „The Rock“ Johnson heißt der gelernte Catcher, der in Andy Fickmans seifenschaumiger Familienwohlfühlkomödie „Daddy ohne Plan“ einen durchtrainierten Footballstar namens Joe „The King“ Kingman spielt, dem unerwartet die nie gekannte achtjährige Tochter Peyton auf der Matte steht. Woraufhin der Profi-Quarterback und Amateur-Daddy selbstredend gehörig ins Schwitzen gerät.

Hier und dort war zu lesen, Johnson spiele diesen Part des vor Selbstbewusstsein Strotzenden mit Selbstironie. Das stimmt, falls darunter zu verstehen sein soll, ein zigtausend Dollar teures, grellweißes Gebiss für viele, viele Großaufnahmen in die Kamera zu halten und die Brustmuskeln abwechselnd hüpfen zu lassen. Die meisten Scherze, die sich aus dem Clash der Kulturen ergeben – hier der penible Single in seiner Luxusapartment-Welt, dort das chaotische Kind mit Vorliebe für Pink und Strassschmuck – waren schon im Trailer zu sehen.

Alles ist vorhersehbar. Immer wieder etwa fragt Peyton ihren Vater: „Was ist das Beste, das Dir in Deinem Leben passiert ist?“ Möchte irgendjemand auf die Antwort wetten, die der harte Sportler schlussendlich findet? Der Film aber braucht dafür 110 Minuten. Da drängt sich eine Frage auf, die Kinder auch sehr gerne stellen: Warum?



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INHALT

Der beliebte NFL-Quarterback Joe Kind ist ein smarter Zeitgenosse, dem zur Komplettierung seiner Träume jedoch ein Titelgewinn fehlt. Nur eine Familie kann er sich nicht vorstellen - bis ihm plötzlich seine siebenjährige Tochter Peyton gegenübersteht, von der er bislang nichts ahnte. Weil der egozentrische Star sie auf Distanz hält, droht ihm schlechte Presse. So muss er sich widerstrebend in die Vaterrolle fügen.
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