KRITIK

Crazy Heart

Crazy Heart Am 07. März könnte das passieren, was lange fällig ist: Der wunderbare Jeff Bridges, der diese Woche auch in „Männer, die auf Ziegen starren“ zu sehen ist, dürfte, zum fünften Mal nominiert, endlich seinen Oscar bekommen – und zwar für seine Rolle in „Crazy Heart“.

Der Film selbst ist nicht sonderlich originell. Er erzählt mal wieder die Geschichte vom gefallenen Star, der sich am Ende einer erfolgreichen Karriere der Gosse nähert, dem Alkohol zugeneigt ist und eigentlich nicht mehr, und wenn doch, dann nur durch die Liebe einer Frau (hier: Maggie Gyllenhaal) zu retten ist. Vielleicht aber doch auch wieder nicht.

Gegen die Johnny-Cash-Bio „Walk the Line“ und vor allem die Mickey-Rourke-Wiederbelebung „The Wrestler“ fällt Scott Coopers vor allem gegen Ende arg konventionell gestricktes Regiedebüt, die Leidenstour eines von Musik ebenso wie vom Whisky beseelten Countrysängers, deutlich ab.

Doch wegen Bridges, dem genialen Minimalisten, muss man den Film sehen. Nicht weil er die Songs selbst singt, sondern weil er in jeder Geste und jedem Blick mehr über Enttäuschung, Restwürde und trotzige Hoffnung erzählt als manch hitziges Melodram in Stunden. Zu gönnen wäre er ihm, der Triumph am ersten Sonntag im März 2010.



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INHALT

Bad Blake hat nicht nur vier Ehen, sondern bald auch sein Leben hinter sich, das unaufhaltsam in die Selbstzerstörung treibt. Alkohol und Frauen sind die einzige Konstanten, wenn der ehemalige Country-Music-Star gelangweilt durch den amerikanischen Südwesten tingelt. Als er aber Jean, Journalistin und allein erziehende Mutter, kennen lernt, verdrängt Romantik plötzlich die Routine, erlebt der Endfünfziger spätes Familienglück. Doch wie schon früher bleibt er selbst das größte Hindernis, wenn das Mögliche dauerhaft Realität werden soll.
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Eure Kritiken zu Crazy Heart

  1. Sneaker

    Ich durfte den Film schon in der Sneak Preview sehen und kann eure Meinung teilen. Eine grandiose Leistung von Jeff `The Dude` Bridges. Allein wegen dieser Performance (ähnlich Mickey Rourke in the `Wrestler` oder Jamie Foxx in `Ray`) lohnt sich die Kinokarte. Nicht verpassen!

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